08.01.22 | Sonntagsgruß von Andrea

Liebe NeuAuWieWittlerInnen, „Na? Wir geht´s dir?“ Wie oft stellen wir diese Frage oder bekommen sie selbst gestellt. Meist kommt darauf die Antwort: „Gut, danke! Und dir?“. So zwischen Tür und Angel gestellt,

steigen wir in diesen Dialog meistens nicht tiefer ein. Wenn jemand krank ist, dann ist das was anderes. Dann schwingt in der Frage vielleicht Sorge mit oder die Hoffnung, ob es schon besser geht. Die Frage, ob es uns gut geht oder nicht, ob wir Sorgen haben oder Hoffnung, spielt eine große Rolle im Leben aller Menschen. Gerade in der jetzigen Zeit, in der Corona-Pandemie, beschäftigt sie uns besonders. Weltweit ist die Gesundheit, ist das Leben auch junger Menschen auf vielerlei Weise bedroht – das ist in armutsgeprägten Ländern nicht anders als bei uns. Und doch gibt es einen großen Unterschied: Wir können uns auf unser Gesundheitssystem verlassen, Ärzte und Krankenhäuser sind für uns einfach erreichbar und fast jede/r ist krankenversichert. In den meisten Ländern unserer Welt ist das nicht so. Wer da zum Arzt oder ins Krankenhaus muss, hat oft einen weiten und beschwerlichen Weg vor sich.

Die Sternsinger-Aktion hat unter der Überschrift „gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit“ den Schwerpunkt in diesem Jahr besonders auf Afrika und das Recht auf eine gute Gesundheitsversorgung gelegt, das jeder Mensch hat, egal, wo er lebt. Die UN-Kinderrechtskonvention verpflichtet ihre Unterzeichnerstaaten, dieses Recht auch für Kinder umzusetzen. Der Weg dahin ist aber weit, weil es zum Beispiel im Südsudan gerade einmal 200 Ärzte für 11 Millionen Menschen gibt – im Vergleich: bei uns sind es 400.000 Ärzte für 83 Millionen Menschen.

In vielen Gemeinden unseres Bistum werden Segensbriefe verschickt oder von Segensboten verteilt – in unserer Pfarreiengemeinschaft machen sich wieder Kinder und Erwachsene in Gruppen auf den Weg, um an diesem Wochenende den Segen in die Häuser zu bringen und um Spenden zu sammeln, damit Projekte in Afrika, die besonders kranken und verletzten Kindern zugutekommen, weiterhin unterstützt und gefördert werden können. Ganz herzlichen Dank dafür!

Aus dem biblischen Leittext zur Aktion Dreikönigsingen 2022 aus dem Psalm 91 nehme ich mir an diesem Wochenende folgenden Satz mit:

„Denn er [Gott] befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen.“

Mit der diesjährigen Sternsingeraktion verabschiede ich mich nämlich aus Ihrer Pfarreiengemeinschaft und gehe neue Wege! Ich wünsche Ihnen alles Gute und vor allem Gesundheit und dass Gottes Engel Sie auch auf all Ihren Wegen behüten. Zum 1. Februar werde ich als Gemeindereferentin in der Pfarreiengemeinschaft Rhede-Aschendorf im Emsland eingesetzt. Vielen Dank für alles und machen Sie´s gut 😊

Ihre/Eure

Andrea Eilers

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