08.03.16 | Eingriff in die Heilsgeschichte

An diesem Dienstag feiern Menschen weltweit den internationalen Frauentag. Von einer Gleichberechtigung sind wir über 100 Jahre nach dem ersten Weltfrauentag noch immer ein großes Stück entfernt. Das, was viele Frauen über berufliche Kernkompetenzen hinaus auszeichnet, legen etliche Männer ihnen als Schwäche aus: weiche Faktoren wie Empathie, Achtsamkeit, Teamfähigkeit und die Entschlossenheit, ein gutes Miteinander wichtiger zu nehmen als eine Karriere oder einen Auftritt mit Ellbogen.

Was viele nicht begreifen: Dass Frauen Karriere machen wollen – nicht billig durch Beiseiteschieben und Wegdrängen, sondern stark im fairen Wettbewerb.

Manchmal trauere ich um all die weibliche Stärke, auf die unsere Kirche ohne Not verzichtet. Dass sie Frauen Gleichberechtigung zuspricht und zugleich das Entscheidende abspricht, um geweiht zu werden, ist ein männer-diktierter und, so glaube ich, nicht gottgegebener Eingriff in die Heilsgeschichte der Welt.

Herzlich eure
Turmflüsterin

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