13.11.21 | Sonntagsgruß von Andrea

Liebe NeuAuWieWittlerInnen, am heutigen Sonntag feiern wir zum fünften Mal den von Papst Franziskus im Jahr 2016 eingeführten „Welttag der Armen“. Am 20. November 2016 endete das

„außerordentliche Jahr der Barmherzigkeit“ und Franziskus forderte alle Christen auf, den  Gedanken der Barmherzigkeit fortzuführen. Er lud die Gläubigen dazu ein, „die Ärmel hochzukrempeln“ und Werke der Barmherzigkeit zu tun – etwa an Hungernden, Häftlingen, Flüchtlingen oder Arbeitslosen. Sie sollten Wege suchen, „um Millionen von Menschen, unseren Brüdern und Schwestern, die Würde zurückzugeben“. Es gehe darum, den biblischen „Werken der Barmherzigkeit“ ein neues Gesicht zu verleihen. Der „Welttag der Armen“ soll auf den eine Woche später gefeierten Christkönigssonntag vorbereiten: „Jesus Christus hat sich mit den Geringen und den Armen identifiziert und wird uns nach den Werken der Barmherzigkeit richten“, schreibt Franziskus. Unter dem Leitwort “Die Armen habt ihr immer bei euch“ (Mk 14,7) ruft der Papst in diesem Jahr dazu auf, „auf andere Art“ gegen die weltweite Armut vorzugehen, die die Corona-Pandemie dramatisch verschärft habe. Er appelliert an Gläubige ebenso wie an Staaten in aller Welt, kritisch auf den eigenen Lebensstil zu schauen, ihn zu ändern und Egoismen auszuschalten. Es gehe nicht darum, Bedürftige mit Almosen abzuspeisen, sondern vielmehr mit den Armen wirklich zu teilen, unterstreicht er in seiner Botschaft. Dort heißt es zum Schluss: „Die Armen sind mitten unter uns. Wie sehr würde es dem Evangelium entsprechen, wenn wir in aller Wahrheit sagen könnten: Auch wir sind arm. Denn nur so kann es uns gelingen, dass wir sie wirklich anerkennen und sie zu einem Teil unseres Lebens und zu Werkzeugen des Heils werden lassen.“

Wenn wir uns in unseren Gemeinden umsehen, werden wir sehen, dass auch bei uns Menschen durch die Corona-Pandemie in Bedrängnis und Not geraten sind. Vielen von uns geht es finanziell gut und wir können Geld spenden, Kleidung und Spielzeug… mit etwas Phantasie haben wir aber auch noch ganz andere Dinge, die wir mit Bedürftigen und in Not geratenen Menschen teilen können, z.B. unsere Zeit: Eine halbe Stunde für ein Telefongespräch oder ein Gespräch bei einer Tasse Tee, ein offenes Ohr für Sorgen und Fragen, ein aufmunterndes Wort bei trüben Gedanken, ein paar Minuten für ein gemeinsames Gebet… wir sind so reich, wir wissen es nur oft nicht!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag und eine gesegnete Woche,

Ihre und Eure

Andrea Eilers

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