19.04.16 | Superschnell fliegender Helfer

Sonntag radelten Horst und die Turmflüsterin bei herrlichem Sonnenschein und viel Wind zum Hafen von Wiesens. Direkt am Wasser liegt ein topfebener Fußweg zu den Jachtstegen.

Wir stellten unsere Räder akkurat auf ihre Ständer und waren vielleicht 50 Meter spaziert, als es hinter uns laut Platsch machte.

Ich drehte mich um und sah erstens: Dass die Stelle, an der gerade noch mein Fahrrad gestanden hatte, leer war, und zweitens: Dass Horst in Richtung Hafenbecken sauste. Er tat dies zu meiner Verwirrung in einem solchen Tempo, dass ich ihn vor meinem geistigen Auge bereits mit einem Hechtsprung ins Wasser fliegen sah. Seine Bauchlandung endete allerdings abrupt und passgenau auf der Beckenkante, so dass er sich in Hüfthöhe abwinkeln und in allerletzter Sekunde das versinkende Vorderrad meiner Fiets ergreifen konnte.

Ich war auch ergriffen und inzwischen herbeigeeilt, wollte im ersten Moment sicherheitshalber Horstens Füße fassen, dachte aber blitzgescheit, dass ich dann Mann und Rad halten müsste, und entschied mich, lieber gleich nach dem Rad zu fassen. So beförderten wir das Teil gemeinsam an Land.

Da stand es nun wie ein begossener Pudel, triefend nass und das Hinterteil umfassend mit Schlick verklebt.

Ich besorgte mir in der Hafenmeisterei einen Abfallbeutel, spannte ihn über den wassergesättigten Sattel, und einer munteren Weiterfahrt stand nichts mehr im Weg.

Herzlich eure
Turmflüsterin

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