2014-04-21 Kolping Wiesmoor in Schulmuseum

Da ging es streng zu

Von Bernhard Ritter | Kolpingmitglieder besuchten mit Kindern Schulmuseum

1-Schulmuseum09Wie in alten Zeiten fühlten sich Kinder der Kolpingmitglieder der Kirchengemeinde „Maria – Hilfe der Christen“ Wiesmoor. Angeregt von Astrid Holtsteger gingen elf Kinder und Jugendliche sowie sieben Erwachsene auf Tour zum Nordwestdeutschen Schulmuseum in Bohlenbergerfeld bei Zetel. In einer ehemaligen Schule, Baujahr 1903, saßen alle auf Bänken gleichen Alters und durften eine historische Schulstunde erleben.

… und die Mädchen in Schürzen vor „Lehrerin“ Elke Schneider.

Wie ging es da streng zu. Im Flur in Zweierreihen aufstellen, die Mädchen bekamen Schürzen an. Sprechen und Zappeln waren nicht erlaubt. Alt und Jung zwängten sich in die Bänke und mussten zur Begrüßung der „Lehrerin“, Museumsassistentin Elke Schneider, gleich wieder aufstehen und das Schulgebet sprechen: „Hilf, lieber Gott, und steh mir bei, dass ich recht fromm und fleißig sei.“

Wie man sieht, kam damals zuerst „fromm“ und erst dann „fleißig“. Dann folgte das Morgenlied, in der Regel ein Kirchenlied – die Schulen unterstanden doch noch den Kirchen. Alle „mussten“ in der alten Schrift Buchstaben üben und am großen Abakus rechnen. Wer etwas sagen wollte, musste erst strecken, nach dem Aufruf aufstehen und die Frage oder Antwort in einem ganzen Satz formulieren. Elke Schneider verstand es bestens, mit einem unterdrückten Grinsen, die ganze Gruppe in Spannung zu halten. Nach einem Film über die Schule in der alten Zeit ging es wieder nach Hause – besonders für die Kinder ein beeindruckendes Erlebnis.

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Das Klassenzimmer: früher bis zu 70 Kinder in diesem Raum quer durch alle Klassenstufen – und nur ein Lehrer.

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