2014-12-31 Jahresabschluss

Dank an die „Mitarbeiter“ der Webseite

Von Delia Evers | … und ein paar ernste Gedanken zum Nutzen von neuauwiewitt.de

Ganz herzlichen Dank sage ich am letzten Tag des Jahres 2014 allen, die in den vergangenen zwölf Monaten daran beteiligt waren, die Webseite für Neuauwiewitt mit frischen Informationen zu füllen. Es hat viel Freude gemacht, die vielen Texte und Bilder online zu stellen, sind sie doch Spiegel des bunten und gehaltvollen Lebens in unserer Pfarreiengemeinschaft.

Immer wieder wurde deutlich, dass die Webseite mehr kann als Fakten wiederzugeben. Sie ist und bleibt ein Stück Verkündigung der frohen Botschaft. Denn diese frohe Botschaft spiegelt sich in fast allem Tun der vier Gemeinden wider.

Zugleich ist die Webseite ein wichtiges Instrument, um Menschen, die nicht (mehr) rege am Gemeindeleben Teil nehmen können, ohne Anstrengung Teil haben zu lassen. Erst neulich erfuhr ich von einem 93-jährigen Herrn, der sich u.a. über die Webseite auf dem Laufenden hält.

Ein Beispiel für die Wünsche vieler Pfarrangehöriger: Am Montag nach den Pfarrgemeinderats- und Kirchenvorstandswahlen im November schoss die Zahl der Zugriffe auf die höchste Marke, die unser Webauftritt seit seinem Start im Dezember 2012 an einem einzelnen Tag erlebt hat. Offenkundig wollten viele Menschen auf ihrer Webseite erfahren, wie die Wahl ausgegangen war. Allerdings reichten nur zwei Pfarrgemeinden die Ergebnisse ein: eine bis Montag, die andere bis Dienstag. Die Leser, die sich Fakten aus den beiden anderen Gemeinden erhofft hatten, gingen leer aus.

Offenkundig möchten viele Pfarrangehörige die Webseite als Service-Seite nutzen. Dann sollte sie verlässlich über die wichtigen Ereignisse informieren.

Aber ist das Internet für unsere Daten denn sicher genug?

Die Vorsicht gegenüber dem Internet ist zu Recht ausgeprägt. Mit Daten kann viel Schindluder getrieben werden. Allerdings birgt das Netz zugleich wichtige Chancen: Darüber kommunizieren Menschen, die sonst vielleicht außen vor bleiben.

Ein persönliches Wort: Ich bin sicher, dass wir das Internet nur beherrschen lernen, wenn wir mit ihm umgehen. Erst dann drängen sich Regeln und Gesetze für einen sicheren Umgang auf (entsprechende Wege sind längst eingeschlagen, auch wenn in der Umsetzung noch viel zu tun bleibt).

Vielleicht ist es ein bisschen wie mit dem Alkohol: Da, wo eine Gesellschaft gelernt hat, Genuss und Gefahr einzuschätzen und damit umzugehen, kommt es selten zu Exzessen. Da, wo eine Gesellschaft Alkohol verbietet, blühen Schwarzmarkt und Missbrauch.

Wir können uns dem, was geschieht, nicht entziehen: Überall werden unsere Daten erhoben – über unsere Patientenkarte, jede EC-Karte, besonders jede PayBack-Karte, jede andere Kundenkarte, jeden Körperscanner an einem Flughafen, per Videoüberwachung in Einkaufszentren und Bahnhöfen, an Tankstellen und beliebigen Straßenecken, über jedes Handy und jede Facebook-Aktivität, über die Smart-Technik in Wohnhäusern und vor allem über jedes Auto, das mit seinem Navigationsgerät und anderen technischen Raffinessen bei jedem gefahrenen Kilometer Daten via Satellit in die Welt absetzt, und künftig über jede Mautstelle und Streckenkontrolle auf unseren Straßen.

Und beim Internet sagen wir „nein“? Ist das eine Option, wenn wir sehen, dass die Jugend mit ihrem „Ja“ längst alle Tore geöffnet hat? Wenn wir Älteren uns nicht „in die Höhle des Löwen“ wagen, lassen wir die Jungen darin allein. Dabei könnten sie unsere qualifizierte, mäßigende und dennoch zurückhaltende Begleitung gut brauchen – für eine sichere Netz-Aktivität.

Und natürlich dürfen die Älteren unter uns gern auch selbst die Chancen des Internets nutzen.

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