2015-02-11 Kolping feierte

Siegfried Fuchs sprach über seinen Traum

Von Bernhard Ritter | Die Kolpingfamilie Wiesmoor feierte ihr Jubiläum

Voll besetzt war die Kirche „Maria – Hilfe der Christen“ in Wiesmoor beim Familiengottesdienst zum 25. Geburtstag der Kolpingfamilie. Gedanken zum Leben und Wirken von Adolph Kolping zogen sich durch alle Stationen der Messe, gestaltet von Pfarrer Johannes Ehrenbrink und Gemeindeassistent Markus Husen. Die Predigt erinnerte an den 150. Todestag Kolpings und zog Parallelen seiner Tätigkeit als Gesellenvater zur heutigen Zeit.

An dem Gottesdienst beteiligten sich die Kommunionkinder des Jahres 2015 mit ihren Familien und zudem Kommunionkinder des Jahrgangs 2014. Markus Husen band sie ein mit dem Ziel, die Kinder- und Jugendarbeit zu aktivieren. Karina Mayer wurde neu in die Reihen der Messdiener aufgenommen.

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Gäste im Gemeindesaal.

Nach dem Gottesdienst füllte sich in kurzer Zeit der festlich dekorierte Gemeindesaal. Ganz im Zeichen des Jubiläums der Kolpingfamilie erinnerte Siegfried Fuchs, seit 2005 Vorsitzender, an die Vorgeschichte und die Bemühungen, die zur Gründung der Kolpingfamilie geführt hatten – von der Zeit, als kein Pfarrer mehr in Wiesmoor war, bis hin zu den Überlegungen, das Gemeindeleben weiter aktiv zu gestalten.

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Ein Glas Sekt gabs zur Feier des Tages.

Als Initiatoren waren die Eheleute Heinz und Marianne Holtsteger sehr aktiv. Ihnen schlossen sich das Küsterehepaar Gisela und Siegfried Schmidt, Renata und Andreas Hoffmann, Peter Corbach, Klaus Blum, Ursula Florian, Herrmann- Josef Evers, Franz Holtsteger als der allererste unter den Vorsitzenden und last but not least Präses Pfarrer Paul Durschlag aus Leer an.

Die frisch gegründete Kolpingfamilie, die ein Wort des Gesellenvaters, „Eine Notwendigkeit erkennen und dann zur Tat schreiten“, ernst nahm, hatte in der Gemeinde eine unerwartet starke Resonanz. Bereits ein Jahr nach ihrer Gründung hatte sich die Mitgliederzahl nahezu verdoppelt. Das zeigte, wie gut sich die Idee des Vereins bewährt hatte und wie gut es doch war, sich zusammenzuschließen.

Die Kolpingfamilien von heute sind nicht mehr die katholischen Gesellenvereine von einst, bei denen die Milderung des sozialen Elends der Handwerksgesellen die große Herausforderung war. Durch den Wandel in der Gesellschaft müssen auch die Kolpingfamilien ihre Schwerpunkte und Aufgabenfelder stets neu definieren.

In Wiesmoor stehen weniger Beruf, Arbeit und Soziales, wie es oft sonst in Kolpingfamilien der Fall ist, als Thema im Mittelpunkt des Vereins, sondern die Gemeinde. Siegfried Fuchs sagte: „So möchten wir mit unserer Kolpingfamilie dazu beitragen, Gemeinschaft zu fördern und das Gemeindeleben aktiv mitzugestalten – was uns, wie ich denke, in den meisten Fällen bislang auch gut gelungen ist“. Er bedankte sich ganz besonders bei seiner Frau Doris und bei allen, die ihn bei seinen Aufgaben unterstützen und so zu einem aktiven Gemeindeleben beitragen.

1-Kolping-Jub6Siegfried Fuchs dankte seiner Frau Doris Ruhnau und allen Aktiven in der Kolpingfamilie.

Siegfried Fuchs sagte weiter:

„Zum Schluss würde ich Euch gerne noch meinen Traum, was die Zukunft unserer Kolpingfamilie angeht, offenlegen. Ich träume von einer Kolpingfamilie, in der einer dem anderen hilft, in der jeder weiß, dass er gebraucht wird, dass er helfen kann.

Ich träume von einer Kolpingfamilie, in der Platz ist für alle, für die Gesunden und für die Kranken, für die Starken und die Schwachen, für Kinder, Jugendliche und für die Alten, und auch für die, die nichts leisten, die müde sind und resignieren, die nicht so leben, wie wir uns das vorstellen.

Ich träume von einer Kolpingfamilie, in der jeder mit jedem redet, in der Konflikte fair ausgetragen werden, in der Mutlose ein offenes Ohr finden, in der Traurige getröstet werden und Einsame Freunde finden, in der es keinen gibt, der nicht verstanden wird, in der sich jeder freut, dazuzugehören.

Ich träume von einer Kolpingfamilie, in der Menschen an das Evangelium glauben, dass es Menschen hilft zu leben, in der Menschen von Jesu Botschaft so begeistert sind, dass sie anderen davon erzählen, in der Menschen an das Evangelium glauben, weil sie eine Antwort finden auf ihr Suchen und Fragen.

Ich träume von einer Kolpingfamilie, in der die Gottesdienste Feste sind, bei denen sich alle wohl fühlen, bei denen sie Kraft bekommen für ihren Alltag, bei denen eine richtige Gemeinschaft entsteht, bei denen jeder mitmachen kann.“

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Munteres Miteinander im Gemeindesaal.

In diesem Sinne ist der Kolpingfamilie weiter gutes Gelingen zu wünschen. Eine Kolping-Jugendgruppe und die Kolping-Band mit eigenständigen Aufgaben und Tätigkeiten sind heute fest integriert.

Mit einem Buffet wurde kräftig gefeiert; und viele Gespräche kamen zustande.

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Nur ein kleiner Ausschnitt des guten Buffets.

Mit mehreren Veranstaltungen wird das Jubiläum im Lauf des Jahrs weiter gefeiert.

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