2015-02-26 Klüngeltüngel mit ohne Ziel

Von Hildegard Lüken | Aktive Senioren wanderten dem Grünkohl entgegen

Am 20. Februar waren die „aktiven Senioren“ unterwegs; diesmal ging es zum Grünkohlessen. Um 16:30 Uhr trafen sie sich am Bonihaus, und gestärkt durch einen selbstgemachten Schnaps (von Marlies natürlich) ging der Spaziergang am Kanal entlang zum Kukelorum, diesem urigen Ausflugslokal in Rahe.

Leider regnete es heftig, so dass alle auch zwischendurch noch mal ihre Abwehrkräfte stärken mussten. Aber pünktlich um 17:30 Uhr waren sie am Ziel und konnten sich aufwärmen.

Und dann dieser Grünkohl: ein Gedicht! So lecker mit allem, was dazu gehört!

So lustig war es! Es wurde viel geredet und gelacht – unterstützt von Gästen, die immer mal vorbeigingen. Als die Unseren gerade Fotos machen wollten, bot sich ein Fremder an, das zu übernehmen – worüber die Grünkohlesser natürlich froh waren, kamen so doch alle aufs Bild.

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Alle Klüngeltüngels sind auf dem Bild erfasst, denn ein Fremder knipste.

Und da dieser Mann auch schon gut gegessen und wohl auch schon einige Verdauungsschnäpse gehabt hatte, blieb er zum Plaudern.

Wer die Unseren denn seien, fragte er, und bevor jemand antworten konnte, meinte er: „Oder seid ihr so ein ‚Klüngeltüngel mit ohne Ziel‘?“ Da herrschte großes Gelächter und Begeisterung über diesen Ausspruch, und alle meinten, das sei doch eine super Bezeichnung für die Gruppe! (Mit dem Namen ‚2. Halbzeit – in Aktion’ konnte sich keiner recht anfreunden). Alle waren der Meinung, das passt, sowieso hier in Ostfriesland, und damit war das geklärt.

Auch andere Gäste, die vorbeigingen, machten Halt und waren zu vielen Scherzen bereit. So wurde es ein sehr gelungener, ausgesprochen harmonischer und fröhlicher Abend.

Und dann der Rückweg: wieder durch den Regen am Kanal zurück zum Bonihaus. Aber alle haben den Abend gut überstanden und waren ganz begeistert von diesem Zusammensein.

Also weiter so: Am nächsten Termin (20.03.) soll es für einen Tag nach Oldenburg gehen, geplant sind ein Ausstellungsbesuch und eine Stadtführung. Wer Interesse hat, beim „Klüngeltüngel“ mitzumachen, kann sich gerne melden bei Hildegard Lüken, Tel. 04941 – 63530, oder bei Elisabeth Funke, Tel. 04941 – 65004.


Und hier ein weiterer Eindruck vom bunten Treiben der Klüngeltüngels: Beim Vorgängertermin hatten sie sich gemeinsam nach Leer begeben und dort – sehr gut vorbereitet von Hildegard Lüken – eine kleine Stadtführung unternommen. Hildegard stellte der Gruppe Informationsblätter zur Verfügung, für die sie ausgiebig das Internet befragt hatte: mit allerlei Wissenswertem zur Weinhandlung Samson, zu Teemuseum, altem Rathaus, Waage und großer Kirche. Horst Stamm trug die Infos gekonnt vor; doch nicht alle (vielleicht waren es auch die wenigsten) hörten zu. Immerhin hatten sie ja Hildegards Papiere – und Kaffeedurst.

Nach einer urgemütlichen Stunde in einem Leeraner Café mit vorzüglichem Kuchen kutschierte die Baggage zum Erlebnispark Ostfriesland und besichtigte das Miniaturland: Eisenbahnplatten im Superformat, die wichtige Kenn- und Wahrzeichen sowie ganze Stadt- und Dorfviertel ostfriesischer Städte und Gemeinden nachbilden.

Zwar schluckte die Gruppe heftig wegen der zehn Euro Eintritt pro Person, aber als ein Mitarbeiter später erklärte, mit wieviel Aufwand diese Miniaturwelt am Laufen gehalten wird, wusste jeder, warum das Ticket so teuer war.

Der spannendste Part der Besichtigung war – zumindest für einen Teil der Gruppe – ein Riesendampfer, der sich wie von Geisterhand gezogen auf einer Magnetspur über die „Ems“ auf die „Jann-Berghaus-Brücke“ zubewegte. Würde sich die Brücke für den Pott öffnen? Jawohl, sie tat es. Ein schönes Bild – und ein schöner Nachmittag. eve

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Tatsächlich: Die Brücke öffnet sich wie von Geisterhand; die Aida hat sie angefunkt und gleitet auf die Brücke zu; die Laster sind rechtzeitig zum Stillstand gekommen. Menschenpüppchen stehen am Deich und winken.

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Inzwischen ist es dunkel geworden (zumindest ist für kurze Zeit in der Halle das Licht ausgegangen, so dass die ganze Szenerie wie das nächtliche Leer wirkt). Der Riesenpott durchfährt die schmale Furt zwischen den Pfeilern.

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Teilnehmer des Ausflugs nach Leer. Fotos: Delia Evers

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