2019-11-13 | Minister spricht starke Worte

Wenn Bundesminister Hubertus Heil schon einmal in unserer Kita gewesen wäre, würde er Bauklötze staunen. Während der ARD-Themenwoche „Bildung“ hatte er über eine traurige Erkenntnis debattiert.

Er saß Montag, 11.11., in der Sendung „Hart aber fair“ von Moderator Frank Plasberg. Der klärte sein Publikum über den unmittelbaren Zusammenhang zwischen geringerer Bildung und einem früheren Tod auf. Bildung ist also nicht allein ein Schlüssel für die berufliche Entwicklung von Menschen, sondern auch für ihre Gesundheit. Zeitgenossen mit geringem Einkommen sterben 4,4 Jahre (Frauen) bzw. 8,6 Jahre (Männer) früher als solche mit besserem Einkommen.

Der Leiter des Nürnberger Gesundheitsamts Dr. med. Fred Beier sagte es krass: Bei Ärmeren „geht es nicht darum, ob sich jemand einen Neuwagen leisten kann, sondern darum, wann der Leichenwagen vor der Tür steht.“

Minister Hubertus Heil.

Hubertus Heil schlug vor, das Armutsrisiko mit Folgeproblemen und früherem Sterben durch eine „vorsorgende Sozialpolitik“ einzudämmen.

Er regte an, „dass unsere Kitas nicht nur besser ausgestattet werden, sondern auch [stark] in der frühkindlichen Bildung sind – und im Zweifelsfall ein guter Anlaufpunkt für die Eltern. Die gehen doch nie zu einem Jugendamt!“

Hubertus Heil sagte weiter: „Unser Problem als Staat ist – wie kommt die Hilfe bei den Kindern und bei den Eltern an? Mein Motto wäre es zu sagen, wir müssen einen anderen Bildungsbegriff haben. Es geht um Wissen – lesen, schreiben, rechnen -, aber es geht vor allen Dingen um Fähigkeiten, sich Wissen anzueignen, um selbstbestimmt zu leben. Und da würde ich mir wünschen, dass wir soetwas wie einen Aufbruch in der frühkindlichen Bildung organisieren.“

Starke Worte! Wenn Hubertus Heil wissen möchte, wie solch eine frühkindliche Bildung aussehen kann und wie Elternberatung gelingt, sei ihm unsere Kita, genauer: unser zertifiziertes Haus für Kinder und Familien empfohlen. Hier in St. Ludgerus gibt es genau das, was der SPD-Minister sich wünscht.

Das zeigte sich einmal mehr nach den jüngsten Hiobsbotschaften von Enercon. Gleich mehrere Väter und Mütter, in deren Umfeld betroffene Mitarbeiter leben, suchten das Gespräch mit den Fachfrauen in der Kita.

Sie helfen auch sonst in hoher Verantwortung durch intensive Elternberatung, schon im Frühstadium Probleme zu erkennen und aufzulösen, damit es später erst gar nicht zu privaten und gesellschaftlichen Konflikten kommt. Die Eltern nehmen die Dienste in der Krisenintervention ohne Hemmschwelle in Anspruch, denn viele sind ohnehin täglich in der Kita; sie kennen, schätzen und vertrauen den Erzieherinnen. Fast alle verfügen für diese Beratungen über Zusatzqualifikationen.

Die Gemeinde schätzt sich glücklich, eine solche Einrichtung zu tragen,

meint herzlich eure
Turmflüsterin

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