25.07.21 | Sonntagsgruß von Daniel

Liebe Mitglieder der Pfarreiengemeinschaft NeuAuWieWitt! Heute kommen die Grüße zum Sonntag wieder aus Wiesmoor. Dieser Sonntagsgruß kommt eigentlich mit einer Woche Verspätung, dazu eine kleine Erklärung.In der vorletzten Woche war ich, im Rahmen meiner Berufseinführung, auf Exerzitien im Kloster Marienrode bei Hildesheim. Als ich am Wochenende wieder zuhause war, hatte ich den Kopf so voll mit intensiven Eindrücken aus dieser Woche, dass ich gar nicht wusste, wie ich die in einen Sonntagsgruß einfließen lassen könnte. Mit einer Woche Abstand gelingt mir das hoffentlich ein wenig besser.

Zurück zu den Exerzitien. Im Vorfeld habe ich mich ein wenig gegen diese Woche gesträubt. Hier zuhause geht das Leben weiter und nach den Coronaeinschränkungen fährt das Gemeindeleben wieder hoch. Da soll ich jetzt eine Woche ins Kloster? Das hat mir gar nicht gepasst. Ich bin aber froh, dass ich mich darauf eingelassen habe. Eine Woche mit mir selber und meiner Spiritualität, dass war spannend.

Damit auch gleich zu der Frage, die mich die Woche über begleitet hat. Was bedeutet Spiritualität überhaupt? Der Duden deutet es mit Geistigkeit. Das macht die Sache aber nicht einfacher.  Der Islam beschreibt Spiritualität damit, dass man eine geistige Brücke zwischen den Menschen und der Welt einerseits und Gott andererseits im Rahmen der „heiligen“ Schriften herzustellen versucht. Unter christlicher Spiritualität versteht man jene spezifische Form von Spiritualität, in deren Mittelpunkt die persönliche Beziehung zu Jesus steht. Das sind alles schöne Erläuterungen, aber am Ende bleibt die Frage: „Was bedeutet das jetzt konkret für mich und meine Spiritualität?“

Die Frage kann ich, zumindest für mich, ganz einfach beantworten. „Spiritualität ist etwas ganz Individuelles und darf für Jede und Jeden etwas anderes sein.“ Und was ich dabei noch viel wichtiger finde, es gibt kein Falsch bei Spiritualität. Ob man seine Spiritualität beim Gebet lebt oder bei körperlichen Übungen am Morgen oder in ganz anderen Formen, alles ist richtig.

Für mich selber waren die intensivsten Momente, wenn ich beim Spaziergang oder in Zeiten der Ruhe, in das innere Gespräch mit Gott gehen konnte. Etwas, wofür ich mir im Alltag einfach zu wenig Zeit genommen habe. Das war auch die Erkenntnis, die ich mir mitgenommen habe. Auch im hektischen Alltag nach kleinen Zeitinseln suchen, in denen ich in Gedanken oder in ein Gespräch kommen kann. Das ist nicht immer ganz so einfach wie es sich anhört. Ich wünsche es aber Jedem, dass man sich Raum lässt um sich auf die Suche nach seiner ganz persönlichen Spiritualität zu machen. Und nicht vergessen es ist immer richtig!

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen einen schönen sonnigen Sonntag und eine schöne Woche.

Herzlichst Ihr/Euer Daniel

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