44 Betten stehen fertig für Reise nach Kaunas

Montag reiste zum dritten Mal binnen weniger Monate ein Auricher Trio samt Laster ins niederrheinische Goch. Dort holte es weitere Krankenhausbetten für ein Hospital in Kaunas.

Knapp 14 Stunden – etwa so lang wie die Reise zu unseren litauischen Freunden – dauerten die Hin- und die Rückfahrt, das Einladen vor Ort und das Umladen in Aurich. Dann war alles an seinem Platz.

Am frühen Morgen hatten sich Hans Lüken, Horst Stamm und Udo Steinert auf den Weg gemacht – etwas verspätet, denn dem geliehenen Laster fehlte das Glas in einem Außenspiegel. Hans hatte das Malheur rechtzeitig vor der Abfahrt entdeckt. Ein anderer 7,5-Tonner musste her. Horst bekam ihn.

Reibungslos klappte alles am Wilhelm-Anton-Hospital in Goch. Pflegedienstleiter Peter Borghs hatte die Sachspenden-Übergabe bestens vorbereitet. Und so wechselten neun weitere Hubbetten, 25 Matratzen, 16 Nachtschränkchen und sterilisierbares Kleinmaterial aus Edelstahl ihren Aufenthaltsort.

Peter Borghs (Mitte) hatte die Aktion erneut bestens vorbereitet. Ihm zur Seite standen im Laster vor der Kamera Hans Lüken (l.) und Udo Steinert sowie hinter der Kamera Horst Stamm.

Zurück in Aurich, fuhren Hans, Horst und Udo ihre kostbare Fracht ins Lager in der Kaserne. Dann holten sie aus einer der Bonihaus-Garagen Betten, die dort zwischenzeitlich abgestellt worden waren. Sie brachten sie ebenfalls zur Kaserne, wo nun alles versammelt ist, was nach Kaunas geht.

Insgesamt 44 Betten samt Matratzen, rund 30 Nachtschränkchen und viel Kleingerät – alles aus dem Gocher Wilhelm-Anton-Hospital – warten auf den Weitertransport nach Litauen.

Hans, Udo und Malteser-Chef Alfred Dellwisch, der zum Abladen hinzueilte, verstauten die in Kaunas heiß begehrten Nachtschränkchen. – Beim Umladen am Bonihaus hatte zudem Gemeindereferent Markus Husen geholfen.

Zeit zum Ausruhen boten die Matratzen nicht.

Viel Geduld muss das Frachtgut in der Kaserne nicht aufbringen. Bereits an diesem Donnerstag, 31. Januar, beginnt eine Spedition mithilfe eines 40-Tonners den Weitertransport nach Litauen. Im Krankenhaus in Kaunas wird die Freude riesig sein.

Erst vor zweieinhalb Wochen hatten die Mitglieder der Pfarreiengemeinschaft Neuauwiewitt den Transport mit ihren Spenden möglich gemacht.

Text: Delia Evers, Fotos: Horst Stamm


Das Gocher Wilhelm-Anton-Hospital gehört mit weiteren Häusern in Kalkar, Kevelaer und Kleve zum Krankenhausverbund „Katholisches Karl Leisner Klinikum“ im Kreis Kleve.

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