Klüngeltüngels wurden nass

2016-05-23 Klüngeltüngels2_1 Von Hildegard Lüken | Diesmal hatte es das Wetter nicht gut gemeint: Am 20. Mai regnete es, zunächst nur wenig, aber im Lauf des Nachmittags immer stärker. Trotzdem trafen sich elf tapfere Klüngeltüngels…

… beim Haxtumer Hof, ausgestattet mit Regenkleidung und Regencapes, um sich auf eine abwechslungsreiche Radtour zu machen.

Die erste Station war der geografische Mittelpunkt Ostfrieslands in Westerende-Holzloog. So wie der tiefste Punkt Ostfrieslands und Deutschlands in Freepsum liegt, hat das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen den Mittelpunkt genau berechnet und am Herrenhüttenweg 15 festgelegt, am großen Markierungsstein aus Granit ist er zu erkennen. Zwei Bänke laden zum Verweilen ein.

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Der Mittelpunkt Ostfrieslands.

Und im (zufällig) nur sanften Nieselregen gab es zum Picknick selbstgebackene Rosinenbrötchen und leckeren Likör (natürlich auch selbst gemacht) zur Stärkung. Zwei weitere Klüngeltüngels waren mit dem Auto zum Treffpunkt gekommen.

Am Ringkanal ging es weiter, ein schöner Weg nach Westerende-Kirchloog ins Maritime Museum. Was es hier zu sehen gibt, ist unglaublich. Der Besitzer, ein Niederländer, hat 1953 als kleiner Junge angefangen, alles zu sammeln, was mit der See zu tun hat: Fotos, Bücher, Ansichtskarten, Gemälde, Seekarten, Flaggen, Rettungsringe, Steuerräder, Kompasse und vor allem Schiffsmodelle aus Holz, Papier, Kunststoff, Glas und Metall hat er als Einzelstücke oder ganze Sammlungen von Privat gekauft.

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Ganz schön nass draußen…

Das kleinste Modell ist knapp ein Zentimeter und das größte über drei Meter lang. Auch über 300 Buddelschiffe hat er erworben. Ein wirklich lohnenswertes Ausflugsziel.

Nach dem Besuch in diesem beeindruckenden Museum ging es wieder aufs Rad – aber nur ein kurzes Stück bis nach Fahne in die Aalräucherei. Leider regnete es inzwischen richtig, an Hinsetzen war überhaupt nicht zu denken. Aber die Klüngeltüngels fanden einen trockenen Platz für die überaus leckeren Fischbrötchen mit unterschiedlichem Belag – und geschmeckt hat es richtig gut. Selbstverständlich wurde auch noch einiges mit nach Hause genommen.

In strömendem Regen ging es auf dem schnellsten Wege zurück. Und als alle wohlbehalten in ihrem jeweiligen Zuhause angekommen und trocken gelegt waren, hörte natürlich auch der Regen auf und die Sonne kam noch durch – für die Klüngeltüngels zu spät; aber schön war der Nachmittag trotzdem.

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