2016-12-17 | Papst Franziskus wird Achtzig

Kurz vor Weihnachten 1936 kam in Buenos Aires ein Junge zur Welt. Die Eltern Bergoglio nannten ihn Jorge Mario. Er wurde Priester. Und im März 2013 Papst. Heute kennt ihn die ganze Welt.

An diesem Samstag wird Franziskus 80 Jahre alt.

Nicht immer sorgten Werdegang, Ansichten und Arbeit von Bergoglio für ein ungeteilt positives Echo. In den 1970er- und 1980-Jahren war er schweren Verdächtigungen ausgesetzt. Es hieß, er habe eigene Jesuitenbrüder an die argentinische Militärdiktatur verraten. Aussage stand gegen Aussage. Zugleich bezeugten Zeitgenossen, Bergoglio habe viele Menschen aus den Fängen der Junta gerettet.

Bergoglio ist seinen Weg weitergegangen. Er weiß um die Bedeutung von Krieg mit all seinen Erscheinungsformen, Grausamkeiten und Denunziationen aus eigenem Erleben. Er hat Hunderte Einzelschicksale mitgetragen. So weiß er auch um die Kraft des inneren und des äußeren Friedens.

Manchmal werden wir auf unserem Lebensweg weitergezogen oder, kaum dass wir es merken, in eine neue Richtung geschoben. Schicksal? Zufall? Zugefallen von wem?

Albert Schweitzer meinte, dass Lebensereignisse als Zufall erscheinen, wenn Gott inkognito bleiben möchte.

Wer den Papst wirken sieht, darf wohl glauben, dass der Himmel sein Inkognito einen Zipfel weit gelüftet hat.

Herzlich eure
Turmflüsterin

Papst Franziskus 2013 mit dem Osnabrücker Diözesanbischof Dr. Franz-Josef Bode und dem damaligen Hamburger Erzbischof Dr. Werner Thissen.

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