Resh, Andrei † | Malteser

Am ersten Weihnachtstag, 25. Dezember 2016, starb unerwartet Andrei Resh, der sich über Jahre in unserer Pfarreiengemeinschaft und besonders in Wittmund eingesetzt hatte. Für sein Engagement ist er ausgezeichnet worden.

Wenn ihr mich suchet,
suchet mich in euren Herzen,
wenn ich dort eine Bleibe gefunden habe,
dann bin ich immer bei euch.

So hieß es in der Traueranzeige für Andrei Resh. Er starb wenige Tage nach seinem 69. Geburtstag ohne Vorzeichen am ersten Weihnachtstag. Das Fest der Heiligen Nacht hatte er noch mit seiner ganzen Familie gefeiert.

Andrei, der 2016 mit seiner Tatkraft den großen Litauentransport begleitet und in Litauen zudem privat Hilfe geleistet hatte, war auch in anderen Aufgaben-Bereichen unserer Pfarreiengemeinschaft aktiv. So fuhr er sonntags in Wittmund den Bonibulli, um betagte oder gehbehinderte Gottesdienstbesucher zur Heiligen Messe abzuholen.

In Litauen packte Andrei beim Entladen kräftig mit an. Im Bild v.l. Ralf Ruhnau, Didi Hinrichs, Andrei Resh, Patrick Blaes und Hilmar Wendeling.

Die Kinder und die Leiterin eines Tageszentrums in Kaunas beschenkten die Gäste aus Ostfriesland dankbar mit selbst hergestellten Tonarbeiten; im Bild nehmen Andrei Resh und Doreen Rajahkumar Präsentchen entgegen.

Alltags brachte er geflüchtete Menschen zum Einkaufen oder zu Ämtern.

Für sein Engagement erhielt er den Sonnenscheinpreis, der alljährlich von der Caritas-Gemeinschaftsstiftung für ehrenamtliches Engagement verliehen wird.

Und er erhielt eine weitere Auszeichnung. Die niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt hatte aus unserer Pfarreiengemeinschaft Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe zu einem Empfang nach Oldenburg gebeten.

In der persönlich adressierten Einladung an Udo Angele, Patrick Blaes und Andrei Resh aus Wittmund sowie an Alfred Dellwisch und Horst Stamm aus Aurich hatte die Ministerin geschrieben: „Was wäre ein Land ohne die Menschen, für die es eine Selbstverständlichkeit ist, ihre ‚freie Zeit‘ als Ehrenamtliche einzusetzen, um andere Menschen zu unterstützen. … Für dieses großartige Engagement möchte ich Ihnen meinen Dank und die Anerkennung der Landesregierung aussprechen.“

Sie waren aus Wittmund zum Empfang von Ministerin Cornelia Rundt gefahren: v.l. Andrei Resh, Udo Angele und Patrick Blaes.

Viele Mitglieder von Neuauwiewitt haben sich über Jahre zudem an Andreis Grillkünsten erfreut. Er hatte seine ganz speziellen Rezepte zum Beispiel für Fleischspieße und die entsprechenden Soßen.

Zuletzt hatte er bei der Jubiläumsfeier von Pfarrer Johannes Ehrenbrink über’m glühenden Rost Delikatessen zubereitet.

Andrei hinterlässt seine Frau Lilia, seine Töchter Olga und Larissa mit ihren Partnern (beide heißen Alexander) sowie Enkel und Urenkelkinder.

Die Trauerandacht fand am Freitag, 30.12., um 13.30 Uhr in der Friedhofskapelle in Wittmund statt. Anschließend gab die Familie eine Teetafel im Schützenhof.

Andrei hatte sich eine Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis gewünscht.

Die Pfarreiengemeinschaft sagte: „Danke, Andrei, für dein vielfältiges Wirken.“

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