Ausgelassener Empfang der Litauischen Gäste

Partnergemeinde Alytus reiste gestern mit 15 Personen an | Von Markus Husen

Am vergangenen Montag reisten mit etwas staubedingter Verspätung zwei Bullis aus Litauen an. Kurz nachdem sie auf den Hof rollten, gaben die Grillmeister die erfreuliche Meldung ins Bonihaus weiter.

In kürzester Zeit stand eine Traube von NeuAuWieWittlern an den Bullis, um die Litauer willkommen zu heißen. Jeder herzte und knuddelte jeden. Anschließend wies Pfarrer Ehrenbrink die Schlafquartiere zu und lud alle ganz herzlich zum abendlichen Grillmenü ein.

Für viele war es ein freudiges Wiedersehen nach kurzer Zeit seit dem letzten Hilfstransport nach Litauen.

Fix waren die Zimmer bezogen bevor es zum gemütlichen Teil des Abends übergehen konnte.

Besagte Griller hatten zu diesem Zeitpunkt schon wieder ihren Arbeitsplatz eingenommen um das Menü zu bereiten.

Da kann es wohl jemand kaum noch abwarten.

Nachdem das Gepäck entsprechend verteilt wurde und die Plätze im Saal eingenommen wurden, gab Pfarrer Ehrenbrink in feierlicher Runde das Programm für die Woche bekannt. Es war ein entspannter und gemütlicher erster Abend, an dem Kontakte wieder aufgefrischt und geknüpft werden konnten. Auch das Programm verspricht eine spannende bevorstehende Woche.

Der gestrige Tag begann mit einem gemütlichen Frühstück. Da bis zur geplanten Abfahrt nach Wittmund noch ein wenig Zeit war, nutzen viele die Gelegenheit für einen ausgiebigen Trip ins Soziale Kaufhaus, nicht nur zur Besichtigen.

Die Gäste wurden neben den herzlichen Wittmundern leider auch von einem andauernden Regen empfangen, der dazu führte, dass der vorgesehene Stadtrundgang, zum Leidwesen Weniger, in eine spannende und interessante Vorstellungsrunde umgewandelt wurde. Jeder und jede berichtete von den eigenen Tätigkeiten in Kirche, von Projekten und den Gemeinden.

Eine gute Gelegenheit, um sich kennenzulernen und von den neusten Entwicklungen der unterschiedlichen Projekte zu hören.

Besonders Onna erzählte von den positiven Entwicklungen der Malteser in Alytus.

Feuerwehrmann Patrick, wie er von seinen beruflichen und ehrenamtlichen Aufgaben berichtet.

Zum Mittagessen wurde zu einer deftigen Suppe von Patrick Blaes eingeladen. Bereits zur Vorstellungsrunde tauchte er in dienstlicher Uniform auf und leitete so perfekt in das anstehende Nachmittagsprogramm über.

Die Ausgabe der Suppe wird dann zur Kochsache.

Nach dem Essen ging es für die Litauer und die NeuAuWieWittler nach Wilhelmshaven zur Berufsfeuerwehr.

Vor der Abfahrt sorgte Peter Kirby noch für ein Gruppenfoto vor sehenswerter Kulisse.

Kurz nach der Ankunft kam die Gruppe in der Fahrzeuggarage zusammen und lauschte dem informativen Vortrag zur Entstehung und zu den geschichtlichen Zusammenhängen der Berufsfeuerwehr. Doch besonders spannend wurde es dann bei der Anprobe der Uniform. Pfarrer Arunas stellte sich – möglicherweise nicht ganz uneigennützig – als Schauobjekt für die Anprobe zur Verfügung.

Gar nicht so einfach mit der Uniform. Zu dem Zeitpunkt konnte sich auch noch niemand aus der Gruppe vorstellen, dass die Prozedur im Ernstfall innerhalb einer Minute erledigt sein müsste.

Zur Uniform gehören neben der Feuerfesten Jacke, der Hose und den Schuhen, ein Helm, Handschuhe, eine Druckluftflasche zur Beatmung in dichtem Rauch und eine entsprechende Maske. Die gesamte Ausrüstung hat etwa ein Gewicht von 30Kg und wird von erfahrenen Feuerwehrmännern innerhalb einer Minute angelegt.

Dann durfte endlich der von vielen Männern im Vorfeld unauffällig begutachtete Leiterwagen zum Einsatz kommen. In Windeseile wurde das schwere Gerät aus der Halle auf den Hof bewegt, die Stempel ausgefahren und der Korb zu Boden gesenkt. Ja nun ging es ums Eingemachte. Wer traute sich zuerst in den Korb zu steigen und von Patrick in volle 30m Höhe gefahren zu werden. Nach einem kurzen, anfänglichen Zögern stellte sich heraus, dass Patrick wohl drei Mal fahren musste, um den Bedarf der sowohl männlichen als auch weiblichen Interessenten zu decken.

Und dann die Hände zum Himmel…

Steffi Holle versuchte ihr Glück und ließ sich mit zwei Jugendlichen nach oben befördern.

Auch Pastor Carl Hack ist mit den beiden Litauerinnen wohlbehalten wieder gelandet.

Ein weiteres Highlight waren drei Einsätze, die in dieser kurzen Zeit des Besuches gefahren wurden. Dies sei zwar überdurchschnittlich viel, war aber dennoch interessant zu beobachten, wie die Feuerwehrmänner wie im Film die Stange hinunter rutschten, mit einem Satz in Hose und Stiefel schlüpften, sich die Jacke überwarfen und mit dem Rest der Ausrüstung im Einsatzfahrzeug verschwanden. Tatsächlich verging kaum eine Minute von der Bekanntgabe des Einsatzes bis zur Abfahrt des voll besetzten Wagens.

Auch die Räumlichkeiten, wie Fitnessraum, Aufenthaltsraum, Küche und die Leitstelle durften besichtigt werden.

Feuerwehrmänner haben während ihrer Berufszeit die Pflicht sich körperlich fit zu halten. Diese Regelung gilt allerdings nicht für Priester, wie dieses Foto vielleicht suggerieren könnte.

Wie man es sich aus dem Fernsehen vorstellt.

Voll beladen mit vielen Eindrücken und tollen Erlebnissen ging es gegen 18Uhr zurück nach Wittmund zur Feier der Heiligen Messe. Bereits während der Messe strömten die ersten Grilldüfte durch das Gemäuer des Kirchengebäudes und ließen das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Die Düfte hatten nicht zu viel versprochen. Zwei Profigriller bereiteten Steaks, Bauchspeck, Rippchen und Würste zu, die zusammen mit dem reichhaltigen Salatbuffet eine große Versuchung darstellten.

Ja, so ein Würstchen will mit Bedacht zubereitet werden.

Mit einigen stimmungsvollen Musikeinlagen endete ein toller erster Tag mit den Litauern, den die Wittmunder liebevoll und mit viel Engagement für ihre Gäste geplant und vorbereitet hatten.

Mit Litauischen Bewegungsliedern und Deutschen Gitarrensongs neigte sich der Abend dem Ende.

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