Baltrum und seine schöne Inselkirche

Kleinste der ostfriesischen Inseln

Baltrum gilt als das „erwachende Dornröschen der Nordsee“; erst am Ende des 19. Jahrhunderts wurde für die kleinste der ostfriesischen Inseln für den Sommertourismus entdeckt. Dabei gibt es die Insel schon „ewig“: Sie wird in der Literatur bereits im ersten Jahrhundert erwähnt.

Ab etwa 1870 wurde die Insel systematisch durch Buhnen, Holzpalisaden, Deckwerke und Deiche geschützt. Nun war der Zeitpunkt gekommen, dass Baltrum ebenfalls ein „Seebad“ werden würde. 1892 etstand mit dem „Hotel Küper“ das erste Hotel der Insel, 1895 folgte mit dem „Hotel zur Post“ das zweite.

Im 20. Jahrhundert war es hauptsächlich der seit 1902 auf Baltrum tätige Lehrer Wilhelm Vogel (1882–1966), der als hauptamtlicher Badedirektor den Tourismus auf Baltrum erheblich steigern konnte. Von ihm stammt der noch heute verwendete Werbeslogan der Insel „Baltrum – Das Dornröschen der Nordsee“.

„Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau. Bereits 1948 hatte man mit 4507 Gästen fast wieder das Vorkriegsniveau erreicht“, heißt es bei WIKIPEDIA.
baltrum-aussenDie St.-Nikolaus-Kirche gilt als eine der schönsten Kirchen im Bistum Osnabrück.
Fotos: Martin Willing

Das Bistum Osnabrück, zu dem Baltrum zählt, entschloss sich 1957 zum Bau einer katholischen Kirche auf der Insel. Nach den Zeichnungen von Heinrich Feldwisch-Drentrup (Osnabrück) entstand die St.-Nikolaus-Kirche, die als eine der schönsten Kirchen im ganzen Bistum gerühmt wird.

Die Kirche dient hauptsächlich den Urlaubern – kaum den wenigen Katholiken unter den knapp 500 Inselbewohnern. Priester- und Küsterdienste werden meistens von Kurgästen wahrgenommen. Die Urlauberseelsorge für die Insel Baltrum wird organisiert:

Katholisches Pfarramt
Marienkamper Str. 14
26427 Esens
Telefon: 0 49 71 – 45 36
E-Mail: st.willehad.esens@t-online.de
baltrum-innen-1Das Innere der „Winterkirche“: Sie kann im Gegensatz zur „Sommerkirche“ geschlossen werden.

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