Bistum Osnabrück – Teil des Erzbistums Hamburg

Um 780 gegründet

Das Bistum Osnabrück, zu dem auch das Dekanat Ostfriesland und damit die Pfarreiengemeinschaft Neuauwiewitt gehören, wurde um 780 von Karl dem Großen als eines der Missionsbistümer im Sachsenland gegründet. Erster Bischof war der heilige Wiho, nach dem die Filialkirche St. Wiho in Hage, die zur Pfarreiengemeinschaft Küste mit Pfarrsitz in Norden gehört, benannt ist.bistum-osnabrueck

Das Bistum Osnabrück
(Bild: www.bistum-osnabrueck.de)

Die Grenzen des Bistums Osnabrück änderten sich im Laufe der Geschichte mehrmals, so auch 1824, als Papst Leo XII. die hannoverschen Bistümer Hildesheim und Osnabrück neu ordnete. 1995 wurden Teile vom Bistum Osnabrück abgetrennt, aus denen das Erzbistum Hamburg errichtet wurde. Gleichzeitig verabschiedete sich das Bistum aus der Metropolie Köln und gehört seitdem zur Kirchenprovinz Hamburg. Das Bistum Osnabrück umfasst heute eine Fläche von rund 12.500 Quadratkilometern mit rund 580.000 Katholiken in über 200 Kirchengemeinden.

Von den sieben bewohnten ostfriesischen Inseln gehört Wangerooge als einzige nicht zum Bistum Osnabrück (und Dekanat Ostfriesland), sondern zum Bistum Münster (und Dekanat Wilhelmshaven) – eine Folge der Neuordnungen nach dem Wiener Kongress von 1815. Das Bistum Münster besteht aus zwei geografisch nicht zusammenhängenden Teilen; sein niedersächsischer Teil erstreckt sich östlich des Bistums Osnabrück ebenfalls bis zur Nordseeküste.

Der niedersächsische Teil des Bistums Münster (mit Hervorhebung der Orte Wangerooge und Aurich, Bildvorlage: www.bistummuenster.de)

Im Bistum Osnabrück ist ein „Perspektivplan 2015“ in Kraft, der die Neuordnung der Kirchengemeinden zum Ziel hat und sowohl Gemeindeverbünde als auch Pfarreiengemeinschaften möglich macht.

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