Das Hungertuch und die Frage „Mensch wo bist du?“

Die Fastenaktion 2019 von Misereor ist in vollem Gange. In den vier Neuauwiewitt-Kirchen hängt das neue Hungertuch aus. Wie beeindruckend das Werk ist, beschrieb Gemeindereferent Markus Husen in der Heiligen Messe.

Dabei hatte auch Markus sich erst langsam annähern müssen. „Als ich das Hungertuch zum ersten Mal sah, dachte ich. ‚Och, schönes Motiv‘, auch wenn ich nicht genau sagen konnte, was es sein soll, sah es von den Farben her doch irgendwie ansprechend aus“, so begann er seine Auslegung im kindgerechten Familiengottesdienst.

Schnell fühlte sich die versammelte Gemeinde in dieses besondere Tuch ein, das irgendwie fast ein ostfriesisches Tuch ist mit dem vielen Himmels- und Meeresblau, mit dem inselartigen Gebilde in der Mitte und dem sonnenartigen Goldkreis darüber, der im Inneren ein Haus birgt.

Doch hier ist nicht alles Gold, was glänzt. Die Erde bröckelt; mit dem Haus im Kreis ist der Mensch nicht fertig geworden; ein Stück Mauer fehlt. Da bleibt viel zu tun.

Markus Husen erläuterte das Hungertuch.

Hier das Tuch noch einmal zum Näher-Hinschauen.

„Mensch, wo bist du?“, lautet der Titel des Hungertuchs. Gesucht werden Menschen, die die bröckelnde Erde und die ganze Schöpfung zusammenhalten und die weiterbauen an der Kirche. Wo sind die Menschen, die Verantwortung übernehmen? Wo sind wir?

Die sehr gut vorbereiteten Fürbitten und die Fürbittrufe der Kinderschola verstärkten die Frage: Wo sind wir? Wo stehen wir? Wofür stehen wir? Und wo nehmen wir unseren Platz in Gottes Einer Welt ein?

Die Predigt von Markus deckte solche Fragen auf. Er regte dazu an, im Vertrauen auf Gottes Liebe aufzubrechen und eigene Antworten zu finden.

Text und Foto: Delia Evers

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