Die Klüngeltüngels besuchten das Landesmuseum Emden

Im Mai fiel der 20. auf einen Freitag, also war es ein guter Start ins Wochenende, eine kleine Fahrt zu unternehmen. Das Ziel war die zweiteilige Ausstellung „Busy Girl – Barbie macht Karriere. Women@Work“.

Anhand von Barbiepuppen als Rollenspielzeug werden Berufe oder berufliche Tätigkeiten von Frauen seit den 1950er Jahren dargestellt. Die erste Barbie erblickte im März 1959 das Licht der Welt, und seitdem haben Millionen von Kindern mit Abermillionen dieser Puppen gespielt. Barbie ist das meistverkaufte Spielzeug aller Zeiten.

Sehr viele verschiedene Barbiepuppen stellen berufliche Tätigkeiten dar und zeichnen den Wandel des Frauenbildes in Bezug auf die Arbeitswelt nach.

Hinter Glasvitrinen entstand so ein buntes Bild der Entwicklung und regte zu lebhaftem Austausch bei den Klüngeltüngels an. Man schwelgte in Erinnerungen an die eigene Kindheit (ob man denn Barbies bekam) und die der Kinder, wer hatte Barbiepuppen und wie viele usw.

Der zweite Teil der Ausstellung beginnt thematisch im Zweiten Weltkrieg, als Frauen für ihre Familien zu einzigen Ernährerinnen wurden. Sie mussten neben ihrer täglichen Arbeit zu Feuerwehreinsätzen fahren oder ihren Arbeitsdienst bei der Luftwaffe ableisten.

Während des zweiten Weltkriegs übten Frauen wie selbstverständlich Tätigkeiten aus, die ihnen zuvor verwehrt waren.

Aber als die Männer aus dem Krieg zurückkehrten, mussten zahlreiche Frauen ebenso selbstverständlich weichen und fanden keinen Platz mehr in diesen Berufen. Sie sollten sich wieder in die ihnen zugeschriebene Rolle als sorgende Ehefrau und Mutter fügen.

Mithilfe ausgewählter Themenschwerpunkte und Fotografien wird diese Entwicklung und Veränderung der Arbeitswelt von Frauen in Ostfriesland seit den 1950er Jahren gezeigt. Auch dieser Teil brachte viel Gesprächsstoff.

Spannend war, dass Teilnehmerinnen auf den Fotos Frauen wiedererkannten.

So war es ein sehr interessanter Nachmittag mit vielen Gesprächen und Erinnerungen. Wer wollte, machte noch einen Rundgang durch die anderen Abteilungen des abwechslungsreichen Museums bis der Kaffeedurst zu groß wurde und im nächstliegenden Café draußen Tische zusammengerückt wurden.

Bei Kaffee und Kuchen ging der Austausch weiter, ein geplanter Spaziergang musste wegen heftigen Regens leider ausfallen. Trotzdem war es wieder ein schöner fröhlicher Nachmittag.

Text und Fotos: Hildegard Lüken

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