Drei Litauen-Laster bis unter den Himmel voll

Helfer bepackten Lkw für Hilfs-Transport ab Montag | Von Alfred Dellwisch

Bereits am Mittwoch, 31. Mai, haben Helfer unter Leitung von Horst Stamm den ersten Litauen-Laster für den Hilfstransport ab Pfingstmontag beladen. 42 Krankenhausbetten wurden aus Süddeutschland angeliefert.

Sie wurden über Sponsoren beschafft. Mit professioneller Hilfe der Firma Ihnen wurden sie auf deren Firmengelände umgeladen.

Am Donnerstag konnten aus dem Auricher Krankenhaus noch etwa 50 Nachtschränke entgegengenommen werden.

Ebenfalls am Donnerstag wurde ein kurzfristig durch die Fa. Braitsch aus Leer zur Verfügung gestellter 20-Tonnen-Laster abgeholt. Dieses Angebot wurde dankbar angenommen, da die schweren Hilfsgüter ansonsten nicht hätten transportiert werden können.

Am Freitag früh wurden drei voll gepackte Paletten (gesamt rund 1,5 to) mit haltbaren Lebensmitteln beim EDEKA-Markt Am Dreekamp abgeholt. Diese Lebensmittel konnten von der Sonderkollekte der Pfarreiengemeinschaft für Litauen gekauft werden. In Alytus und Kaunas wird die Ware zu gleichen Teilen auf die Anlaufstellen  verteilt.

Verladene Nachtschränkchen soweit das Auge reicht.

Hans und Horst sorgen dafür, dass Markus die Betten fest verstaut.

Anschließend wurden weitere Krankenhausbetten und Nachtschränke, die seit einiger Zeit bei der Firma Ihnen eingelagert waren, verladen. Dank Unterstützung aus Wittmund durch Peter und Patrick konnte dies zügig durchgeführt werden.

Weitere Lebensmittel aus der Sammelaktion der Pfarreiengemeinschaft und der 1+ Aktion sowie weitere gespendete haltbare Lebensmittel im Gesamtumfang von etwa 1,5 t wurden am Nachmittag verladen.

Dazu kamen Spielzeug sowie vor allem Pflegemittel, Hygienematerial, Rollatoren, Rollstühle und Gehhilfen mit einem Geamtgewicht von etwa 3 to. Dank vieler Helfer und akribischer Puzzlearbeit durch Hans Lüken konnten nahezu alle Hilfsgüter in kürzester Zeit verladen werden.

Jedoch waren zuvor noch einige zeitaufwändige Nachbesserungen an der Ladungssicherung notwendig, um einen sicheren Transport  gewährleisten zu können. Dies verhinderte diesmal den pünktlichen Beginn der Freitag-Packaktion.

Zwangspause während der Ladungssicherung.

Kurze Unterbrechung, dann geht es weiter.

Bei sonnigem Wetter trübte dieser Umstand aber nicht die gute Laune der Helfer.

Nur ein fehlendes Fahrzeugpapier, das zumindest die Abfahrt eines Lasters verhindert hätte, führte zu kurzzeitig aufkommender Nervosität. Bei einem zweiten, dann aber genauerem Hinsehen tauchte das wichtige Papier dann wie aus dem Nichts auf. Entscheidend ist oftmals die Wahl des richtigen Augenoptikers.

Marlies hatte außerdem pünktlich für Verpflegung und Getränke gesorgt, so dass die unvorhergesehene Wartezeit wegen der Ladungssicherung am Freitag unauffällig überbrückt werden konnte.

Frühstücksbuffet von Marlies.

Am Samstag wurden dann die restlichen Hilfsgüter wie weitere Rollatoren und Rollstühle sowie Hygieneartikel verladen. Weiterhin wurden Lebensmittel, Spielzeug und in geringem Umfang Möbel sowie Werkzeug zugeladen.

Sr. Magdalena lieferte in letzter Minute noch ein Fahrzeug voll Gegenstände an.

Diese wurden aus dem Mutterhaus in Reinbek durch Sr. Myrta weitergegeben und sind für Sr. Jolente in Kaunas bestimmt. Dank guter Kennzeichnung werden diese sicher ihren Bestimmungsort erreichen. Patrick Blaes hat sein übernommenes Fahrzeug ja schließlich selbst beladen und wird wissen, wo die Pakete wiederzufinden sind.

Sr. Magdalena lieferte in letzter Minute.

Patrick Blaes belädt noch selbst seinen Litauen-Laster und findet dort bestimmt alles wieder.

Dank der vielen Helfer an beiden Einsatztagen konnte die Verladeaktion am Samstag bereits gegen 11 Uhr beendet werden. Gut, dass den Wiesmoorer Helfern frühzeitig „ frei gegeben“ worden war, sonst wäre kaum Arbeit für die anderen übrig geblieben.

Worüber sich die drei im Fenster des Material-Lagers amüsierten, konnte nicht ermittelt werden.

Besonders gut, dass Marlies am Samstag wieder pünktlich ihr Frühstücksbuffet, anders kann man es nicht nennen,  anlieferte, sonst wären die Helfer schon weg gewesen. Das Dankeschön geht  an alle ehrenamtlichen Helfer, an die Sponsoren der Transportfahrzeuge, die von zwei Auricher Unternehmen und der Leeraner Fa. Braitsch zur Verfügung gestellt wurden.

Den Firmen gilt besonderer Dank, da der Hilftransport sonst kaum durchführbar wäre. Die Laster setzen sich am Pfingstmontag in aller Frühe Richtung Alytus in Bewegung, ein Zwischenhalt in Polen ist eingeplant.

Die übrigen Helfer machen sich in der Nacht zu Dienstag mit zwei Bullis auf den Weg in Richtung Alytus. Darunter ist auch ein gesponsertes Fahrzeug der Osnabrücker Malteser. Alle Teilnehmer können sicher das Wiedersehen kaum erwarten. Es erwarten die Helfer interessante und anregende Begegnungen mit „alten“ Bekannten sowie neue Gesichter.

Reges Interesse weckte der Besuchsplan der litauischen Gastgeber.

Onno parkt den geladenen Laster schon mal abfahrbereit in Fahrtrichtung Alytus.

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