Ein gelungener Abschluss in Polen

Am vergangenen Wochenende ging der Weltjugendtag in Krakau zu Ende. In einem riesigen Event kamen 1,5 Millionen Menschen zu einer Vigil am Vorabend und der Abschlussmesse am Sonntag zusammen.

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Eine Darbietung zur Kreuzwegstation.

Wie an jedem Weltjugendtag üblich wurde am vergangenen Freitag der Kreuzweg auf der Blonia Wiese gebetet. Jede Station wurde mit künstlerischen und artistischen Darbietungen teilweise auf dem Gelände, teilweise an den Bildschirmen dargeboten. Aufgrund der anstrengenden beiden Folgetage wurde den Jugendlichen die Teilnahme am Kreuzweg freigestellt. Viele nutzen die Zeit, um schon einmal vorzuschlafen. Doch einige Teilnehmer nahmen auch diesen Weg nocheinmal auf sich und lauschten den deutschen Übersetzung der Gebete, die über eine bestimmte Radiofrequenz ausgestrahlt wurde. Im Anschluss predigte der Papst zu den Werken der Barmherzigkeit. Er versuchte in einer berührenden Art und Weise der Frage nach Gott in einer Welt nachzugehen, in der so viel Schlechtes existiert.

Am darauffolgenden Samstag bereiteten sich die Pilger auf den Weg zum Campus Misericordiae vor. Es wurde von Seiten der Organisatoren ein unglaublicher Aufwand betrieben, um die Menschenmassen so nah wie möglich an den Campus heran zu befördern, damit der Fußweg nicht zu lang wird. Auch für die Teamer der Gruppe war es eine Herausforderung, die immer wieder neuen und revidierten Pläne der Verkehrsmittel und der Uhrzeiten zu händeln. Dennoch hat alles gut geklappt und die Vorfreude auf die Abschlussveranstaltung mit Papst Franziskus steigerte sich.

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So sieht es aus, wenn 500.000 Jugendliche und Erwachsene durch die Stadt pilgern.

Zu den beiden Tagen fasste die junge Pilgerin Karolina Sacher, aus der Kirchengemeinde Aurich, ihre Eindrücke so zusammen:

„Dieses Gefühl lässt Gänsehaut aufkommen, wenn man auf einem kleinen grünen Fleck steht, sich umschaut und es dunkel ist. Jeder kniet, hält betend eine Kerze in der Hand und ich weiß, dass fast zwei Millionen Jugendliche und Erwachsene aus jeder Ecke der Welt hier sind, um an das gleiche zu glauben, um miteinander zu sein und zu beten.

So erging es, neben mir, einigen Jugendlichen und Erwachsenen am vergangen Samstag und Sonntag. Wir machten uns am frühen Samstag auf, um zum Abschlussgelände in Krakau zu pilgern. Bei so vielen herzlichen Menschen, Bekannten und Freunden machte die Hitze der Sonne uns nicht mehr allzu viel aus. Nach einigen Kilometern wurde erst einmal dafür gesorgt, dass niemand mit einem knurrenden Magen weiterlaufen musste. Nachdem die Schlafplätze auf dem Campus vorbereitet wurden, erholten wir uns mit dem einen oder anderen Nickerchen in der Sonne.

An diesem Tag noch wurden wir berührt von den Worten des Papstes. Es wurde gefeiert und gelobt. Jeder hat diesen Tag auf seine Weise genossen und etwas von den Worten der Jugendlichen auf der Bühne und von den Worten unseres Papstes Franziskus in sein Herz gelassen.

Eine Nacht unter freiem Himmel.

Als die für uns doch recht kurze Nacht auf Isomatten und in Schlafsäcken überstanden war, feierten alle zwei Millionen Menschen gemeinsam den Abschlussgottesdienst mit dem Papst und den vielen anderen Priestern. Danach neigte sich der eindrucksvolle Weltjugendtag dem Ende zu.

Nachdem unsere Gruppe namens „Nordsee“ in teilweise strömendem Regen zum Bus gelaufen und in der Unterkunft angelangt war, wurde schnell kalt geduscht und sich auf den Weg nach Hause gemacht.

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Auch am darauffolgenden Sonntagmorgen war die Stimmung ungebrochen.

Ich denke jeder der Teilnehmer hat etwas für sich, sein Leben und für seine Mitmenschen mitgenommen. Die Erfahrungen, Begegnungen und die Motivation der Mitmenschen begegneten mir dort in einem unglaublich großem Ausmaß, sodass ich mich schon sehr auf den nächsten Weltjugendtag freue.“ (Karolina Sacher)

Der Weltjugendtag in Krakau war ein beeindruckendes und nachhaltiges Erlebnis. Hunderttausende Jugendliche und Erwachsene haben sich zusammengefunden, um gemeinsam ihren Glauben zu feiern und um in dieser Zeit ein hoffnungsvolles Zeichen des Glaubens in die Welt zu senden. Nach der Abschlussmesse verkündet der Papst traditionell den Ort des nächsten Weltjugendtages. Nachdem bereits die ersten Spekulationen auf der Hinfahrt ausgetauscht worden waren, ist das Ziel des Weltjugendtages 2019 Panama. Schon jetzt erwarten die diesjährigen Teilnehmer das Ereignis in Mittelamerika mit Spannung und Vorfreude. Bis es soweit ist, zehren sie von den Erlebnissen in Polen.

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