Ein unschätzbarer Dienst – Goldenes Ordensjubiläum von Schwester Maria Magdalena

Von Hildegard Lüken | Goldenes Ordensjubiläum von Schwester Maria Magdalena

1-Magdalena-CIMG6267Große Ereignisse warfen ihre Schatten voraus: Schon früh am Samstagmorgen begannen fleißige Helfer, das Bonihaus vorzubereiten und zu schmücken. Schließlich gehört einiges dazu, eine große, wichtige Feier mit Mittagessen und Kaffee für eine unbestimmte Anzahl von Gästen zu organisieren. Aber da wir in den letzten Jahren schon zwei goldene Ordensjubiläen feiern konnten, besteht eine gewisse Erfahrung.

Am Nachmittag dann der nächste Schritt: In Ostfriesland gehört zu einem Jubiläum natürlich ein Türbogen. So wurde zugeschnitten, getackert und gebunden, drinnen entstanden jede Menge goldener Schleifen, und draußen wurde der grüne Kranz gefertigt – das Endprodukt kann sich sehen lassen!

1-Magdalena-CIMG6265Unsere Männer bei ihrer „Schwerstarbeit“, dem Kranzbinden.

1-Magdalena-CIMG6278Mit einem Bogenlied wurde Schwester Magdalena herausgerufen, der Kranz bewundert und natürlich kräftig begossen.

1-Magdalena-CIMG6283Auch eine anschließende Stärkung fehlte nicht…

Das Wichtigste war der Festgottesdienst am Sonntag, 4. Mai, in dem Schwester Magdalena ihr Gelübde erneuerte und ein goldener Kranz gesegnet und überreicht wurde.

Am 30. Juli 1939 war Magdalena als viertes von acht Kindern im Kreis Eisenach geboren worden. Nach einer schönen Kindheit und dem Schulabschluss erlernte sie den Beruf einer Drogistin und arbeitete vier Jahre in der Konsum-Drogerie in Eisenach, danach zwei Jahre in der Konsumbuchhaltung in Treffurt. 1962 meldete sich die junge Frau in Halle/Saale bei den Elisabethschwestern an, machte dort eine Ausbildung zur medizinisch-technischen Laborassistentin und arbeitete 20 Jahre in den beiden katholischen Krankenhäusern in Halle. 1998 wurde sie Oberin im ordenseigenen Ferienheim Ützdorf im Norden von Berlin und kam 2007 als Nachfolgerin von Sr. Agatha in den Konvent nach Aurich.

1-Magdalena-CIMG6298Pfarrer Johannes Ehrenbrink betonte: „Deine Sorge für Kranke, Alte, Einsame ist beeindruckend und vorbildlich. Wie viele Besuche hast du in den Jahren in Aurich mit deinem blauen Polo wohl schon gemacht? Wie oft höre ich bei Besuchen und vor allem auch bei Trauergesprächen: Sr. Magdalena hat sich regelmäßig um meine Frau, um unsere Oma gekümmert und sie besucht, ihr die Krankenkommunion gebracht und Zeit gehabt. Ein unschätzbarer Dienst, den du für Menschen bei uns tust!“

Schwester Magdalena erneuerte ihr Gelübde.

„Die Präsenz unserer drei Schwestern im Gottesdienst und in der Gemeinde ist nicht hoch genug einzuschätzen. Sie sind ein großer Schatz für die Gemeinde. Praktisch immer ist jemand vor Ort, hört zu, gibt Rat oder vermittelt weiter“, sagte der Pastor mit Freude. „Ihr macht eure Tür auf, Menschen können zu euch kommen und erfahren Hilfe. Das ist ein solcher Segen für uns, den wir nie missen möchten. Denn wir möchten eine den Menschen zugewandte Kirche leben, für die Menschen da sein aus der Kraft mit der Begegnung mit Christus.“

Auch die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Beate Eggers gratulierte und bedankte sich im Namen der Gemeinde in ihrer Würdigung mit liebevollen Worten für den unermüdlichen Einsatz der Jubilarin: „Du lässt dich vom Schicksal anderer berühren und begegnest anderen mit Einfühlungsvermögen, du hilfst, wo du kannst, und dir ist es wichtig, andere froh zu sehen, Freude in die Welt zu bringen, das Positive zu betonen und Katastrophen nicht größer zu machen als unbedingt nötig!“

1-Magdalena-CIMG6300
Eine Würdigung im Namen der Gemeinde sprach auch Beate Eggers.

Im Anschluss an den Festgottesdienst konnten alle gratulieren und mit der nun ganz entspannten Schwester diesen großen Tag ausgiebig feiern.

Dieser Beitrag wurde unter Lexikon – M veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.  Beitrag drucken. Beitrag drucken.