Erste Hilfe: Selbst alte Hasen lernten Neues

Tomas Sanders aus Rhauderfehn machte die Sache spannend und interessant: Er frischte bei Fahrern und Begleitern des Mobilen Einkaufswagens die Erste-Hilfe-Kenntnisse auf. Selbst einige alte Hasen lernten Neues.

Kein Zweifel: Der Auricher Malteserchef Alfred Dellwisch hatte das richtige Näschen gehabt, als er Tomas beauftragte. Der ist ein echter Fachmann. Der Malteser aus Rhauderfehn arbeitet als Kriseninterventionsberater und engagiert sich als Diözesanreferent für die Psychosoziale Notfallversorgung.

Tomas Sanders mit einem Defibrillator.

Seit langer Zeit packt er zudem im Sanitätsdienst und Katastrophenschutz mit an und trägt bei Großeinsätzen in Ostfriesland als „Leiter Einsatzdienste“ Verantwortung.

Uff – das muss man erst einmal alles auf die Reihe bringen… Schließlich hat Tomas, der zudem Notfallseelsorger ist, noch einen „normalen“ Beruf…

Beim Erste-Hilfe-Abend profitierten alle von der reichen Erfahrung des Referenten. Schnell waren die Grundlagen wieder klar: „Eigentlich könnt ihr nichts falsch machen…“ Falsch sei nur, nichts zu tun. Er ist sicher: „Wenn ihr im Einsatz seid, ist das Gelernte sofort wieder da. Macht euch keine Sorgen.“

Sein Zuspruch tat gut. Denn oft verhindern Ängste erste Hilfe.

Tomas machte deutlich, wie wichtig vor allem ein schneller Einsatz ist. Da bleibe kaum Zeit, um lange zu überlegen. Da müsse man loslegen. Schritt für Schritt führte er seine Schülerinnen und Schüler gedanklich vom Eintreffen an einer Notfallstelle, über das Feststellen der Schadenslage und die Eigensicherung bis hin zur Herz-Lungen-Wiederbelebung.

Tomas, der sich selbst „Ausbilder mit Leidenschaft“ nennt, frischte auf, wie Ersthelfer perfekt einen Notruf absetzen und in welchem Rhythmus bei einem Unfallopfer ohne Herzschlag Beatmung und Herzdruckmassage angewendet werden sollen.

Aufmerksame Zuhörerinnen und Zuhörer im Bonihaus.

Hauptthema des Abends war der Umgang mit einem Defibrillator. Das ist ein Gerät, das Elektroschocks gibt und stehen gebliebene Herzen in Gang setzen kann. Der Vorteil eines solchen Geräts: Selbst absolute Laien können es sicher und einfach bedienen. Das Gerät selbst führt sie Schritt für Schritt zu den richtigen Maßnahmen. Auch gibt es für die anschließend nötige Beatmung und Herzdruckmassage den richtigen Takt vor.

Die Teilnehmer konnten sich selbst davon überzeugen, wie einfach Defibrillatoren anzuwenden sind und Leben retten.

Das war ein wichtiger Abend. Einige Teilnehmer äußerten den Wunsch, bei einer weiteren Veranstaltung an einer Puppe die Wiederbelebung zu üben.

Tomas Sanders gestaltete den Abend nicht nur informativ, sondern zur Freude der Teilnehmer auch ausgesprochen unterhaltsam. Selbst alte Hasen lernten Neues.

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