Exodusfeier in Wiesmoor

Die Kolpingsfamilie Wiesmoor traf sich dieser Tage im Gemeindehaus „Maria-Hilfe der Christen“ zur jährlichen Exodusfeier. Rund 30 Mitglieder erinnerten so an den Auszug des Volkes Israel aus der Knechtschaft in Ägypten.

Im Gottesdienst mit Pastor Johannes Ehrenbrink erinnerte die Lesung aus dem Alten Testament an Abraham, den Stammvater des Volkes. Das jüdische Sedermahl, das den Auszug aus Ägypten einleitete, ist ein Fest der Freude und der Befreiung aus der Knechtschaft durch Gott. Es ist der Vorläufer des letzten Abendmahls, das Jesus mit seinen Jüngern feierte. Es erinnert daran, dass Jesus Christus durch sein Leiden und Sterben alle Menschen erlöst hat und in der liebevollen Gemeinschaft gegenwärtig ist. Mit einer Andacht im durch Kerzenlicht beleuchteten Gemeindesaal, riefen die Texte aus dem Buch Exodus das schwere Los er Israeliten in Erinnerung.

Siegfried Fuchs (links), Johannes Ehrenbrink (rechts) und Anne Holtsteger (nicht im Bild) trugen die Texte vor.

Hartes Brot als Symbol der Unfreiheit schmeckt nicht gut, doch das Wasser dazu hilft, das Los besser zu ertragen und schenkt Hilfe zum Überleben. Grüne Blätter, als Zeichen für neue Hoffnung und die Berufung des Mose, deuten die Rettung an. Der dritte Text erzählte vom Auftrag an die Israeliten, ein Lamm zu schlachten und die Türpfosten mit dem Blut zu bestreichen. Nach dem Essen des Lammes brach das Volk Israel auf, während die Erstgebotenen der Ägypter ums Leben kamen. So wurde diese Exodusfeier mit dem gemeinsamen Passahmahl ein Zeichen der Erinnerung und gleichzeitig eine eindrucksvolle Einstimmung auf die Karwoche und die Ostertage.

Text und Fotos: Bernhard Ritter

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