Familie ist ein Stück Himmel auf Erden

Seit Herbst vergangenen Jahres trifft sich der Jugend-Gottesdienstkreis in unregelmäßigen Abständen. Er besteht aus sieben Jugendlichen der Gemeinden Maria-Hilfe der Christen, Wiesmoor und St. Ludgerus, Aurich.

Zum gestrigen Sonntag bereitete der Jugend-Gottesdienstkreis der Pfarreiengemeinschaft Fürbitten, sowie die Predigt für die Familienmesse vor. In drei bis vier Treffen entstand auf der Grundlage des Bibeltextes Joh. 14, 1-12 „Das Gespräch über den Weg zum Vater“ zusammen mit den kreativen Ideen der Jugendlichen eine Predigt zum Muttertag. In dem Evangelium versucht Jesus zu erklären, wie wir Menschen uns das Himmelreich vorstellen können.

„Er sagt, wir können uns das Himmelreich vorstellen, wie ein großes Haus. Er bezeichnet den Himmel als das „Haus des Vaters“. Und Jesus hat für jeden von uns dort eine Wohnung vorbereitet. Eine Wohnung im Himmelreich, wo wir Gott ganz nahe sein können und wo es so schön ist, dass wir es uns hier auf der Erde noch gar nicht vorstellen können. In Frieden, Gerechtigkeit, Freude, Gesundheit und ohne Sorgen.“

Zunächst schien es zwischen den Verheißungen im Himmelreich und dem Muttertag kaum Verknüpfungspunkte zu geben. Doch bei genauerem Hinsehen, überlegten die Jugendlichen, dass es auf ein Himmelreich schon einen Vorschuss geben könne hier auf der Erde. Jeder zog für sich während der Vorbereitungstreffen Parallelen zwischen den Bibelversen und den eigenen Erfahrungen in Familie, sie tauschten sich aus und entdeckten Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Dem Kreis war schnell klar, dass es diesen festen Platz, diese Wohnung, nicht nur im Himmelreicht gebe, sondern auch in den Familien.

„Wie im Himmelreich habe ich auch in meiner Familie einen festen Platz, der immer für mich bereitet ist. Einen Platz im Haus meiner Familie, aber auch einen Platz im Herzen meiner Mitmenschen. Und trotz mancher Zweifel am Lebenskonzept „Familie“ spüren wir unser Leben lang einen Drang, der uns immer wieder nach Hause zieht.“

Die Jugendlichen waren sich einig, dass ihre Familie ihnen schon jetzt sehr viel mit auf den Lebensweg gegeben hat und ein Geschenk ist.

„Doch genau so gibt es auch in der Familie Zeitpunkte des Fragens, des Zweifels oder vielleicht auch der Blindheit. Wie jedes Zusammenleben zwischen Menschen ist auch die Familie nicht davor bewahrt, dass es mal Krisen gibt. Wenn ich feststelle, dass Dinge, die mir wichtig sind, meine Eltern überhaupt nicht berühren. Oder wenn ich merke, dass die Lebenspläne meiner Eltern mit meinen eigenen Vorstellungen und Wünschen für meine Zukunft kollidieren. Und dann passiert es schnell, dass wir für die guten Seiten des Anderen blind werden und nur schwer aufzählen können, was wir an unserer Familie schätzen. Und doch bleibt die Familie eine Heimat für uns, zu der wir uns in irgendeiner Form hingezogen fühlen.“

Von links: Markus Husen, Anna-Lotta Motzki, Imke Wiekhaus, Cornelia Oldziejewski.

In imposanter Art und Weise trugen Anna-Lotta, Imke und Cornelia ihre Gedanken, Gefühle und Erfahrungen zum Thema Familie in die Gemeinde und zeigten, dass der Himmel nicht nur in Familien, sondern auch in allen familiären Freundschaften, Gemeinschaften und Teams sichtbar und spürbar werden kann.

 

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