Fazit der Litauenfahrt: Viel ist erreicht, viel bleibt zu tun

2016-05-Litauen Bild 7_1Von Alfred Dellwisch | Am Donnerstagmorgen machten sich die Litauenfahrer aus Neuauwiewitt auf den Weg nach Alytus. Dort wurden die Gemeinden von Pfarrer Darius und  Pfarrer Valdas angesteuert.

Sie erhielten in erster Linie Lebensmittel, Schreib- und Bastelmaterial. Diese werden dort hauptsächlich für die Kindertagesstätte benötigt. In der Tagesstätte erhalten die Kinder eine warme Mahlzeit und Unterstützung bei den Hausaufgaben. Aber auch gemeinsame Freizeitgestaltung mit Basteln und Spielen  werden angeboten. Die Betreuung erfolgt durch Mitarbeiterinnen der Caritas und durch Ehrenamtliche.

Weiterhin wurden Hausrat, Möbel, Rasenmäher und Fahrräder abgegeben, die dort gewünscht worden waren.

Pfarrer Darius erhielt den bereits im vergangenen Jahr in Aussicht gestellten Aufsitzmäher für das Gelände des Ferienlagers in Nemunaitis.  Der Mäher wollte jedoch nicht so wie er sollte und bedarf noch eines Ersatzteils, das bereits vor Ort ist und noch eingebaut werden muss.

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Lagebesprechung, ehe es losgeht. Fotos (3): Peter Kirby

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Umso schneller geht die Arbeit von der Hand.

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Zunächst machte der Rasenmäher Zicken. Fotos (7): Alfred Dellwisch

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Dann wollte der Laster nicht so, wie er sollte, und musste aus der „Versenkung“ gezogen werden.

Die Zusammenarbeit und Vernetzung in Alytus ist mit der in Neuauwiewitt  vergleichbar. Man kennt sich und tauscht sich aus. So kamen die Elisabethschwestern aus Alytus sowie Pfarrer Jurgis aus Vaidotai ebenfalls dazu, um die Helfer aus Aurich zu begrüßen.

Natürlich konnten sie auch Material für ihre Kinder-und Jugendarbeit in Empfang nehmen – wie Freizeitspiele für Zeltlager, Bastelmaterial und ebenso in geringem Umfang auch Lebensmittel.

Anschließend wurden die Malteser in Alytus angefahren. Für sie war die Ladung des 7,5 to bestimmt. Der Laster enthielt Pflegebetten, Hygienematerial, Medikamente, Rollatoren und Rollstühle: alles Dinge, die es den Maltesern in Alytus ermöglichen, die Pflege der bedürftigen Senioren zu leisten. Besonders gefreut haben sie sich über 30 neue Speisebehälter zur täglichen Versorgung alleinstehender Pflegebedürftiger mit einer warmen Mahlzeit.

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Lieferung für die Malteser.

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Das konnte nur gemeinsam klappen: v.l. Patrick Blaes, Peter Kirby, Dechant Aurunas, verdeckt Horst Stamm und Pfarrer Jurgis.

Die Malteser in Litauen sind ähnlich wie in Deutschland organisiert, sind jedoch noch ausschließlich auf ehrenamtliche Helfer und Spenden angewiesen.

Ein Abrechnungssystem mit den Krankenkassen und Pflegeversicherungen, wie in Deutschland, gibt es nicht. Die Malteser ergänzen die Arbeit der Caritas und der Gemeinden und sind fester Bestandteil des sozialen Netzwerks in Alytus. Das konnte man vor Ort gut erkennen, alle packten beim Entladen gemeinsam kräftig mit an. Anders hätte das auch nicht klappen können.

Nach einigen Erläuterungen zur Malteserarbeit machte sich die Gruppe auf zum obligatorischen Mittagessen und besuchte anschließend die Gemeinde von Pfarrer Darius. Pfarrer Darius bedankte sich im Namen aller Anwesenden für die Unterstützung, vergaß aber nicht Johannes Ehrenbrink zum 35. Geburtstag (bis zum 100sten) zu gratulieren.

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Gruppenfoto nach getaner Arbeit. Hinter der Kamera stand der Ehemann von Virginija, einer örtlichen Malteserin.

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Pfarrer Darius bei seiner Ansprache: v.l. Malteserchefin Onutė Žilionienė, Sw. Miriam, Dechant Aurunas, Pfarrer Darius und Birute, die wie immer übersetzte.

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Vier Bonibullis aus Neuauwiewitt waren ebenfalls im Einsatz.

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Die Schwestern aus Alytus v.l. Sw. Emanuela, Sw. Miriam und Oberin Sw. Immaculata.

Einige Mitfahrer haben sich anschließend noch in einer typischen Wohnung eines Wohnblocks umgesehen, in der sich fünf Personen zwei Räume teilen müssen. Nachdenklich und bewegt kehrten sie zurück.

Nach der Verabschiedung in Alytus und der Rückkehr ins Hotel nach Kaunas traf man sich, um den letzten Abend gemeinsam ausklingen zu lassen, da am nächsten Morgen schon die Rückreise nach Aurich auf dem Programm stand.

Vor der Rückreise sprach Johannes den Reisesegen und dann wurde, bis auf die Laster-Fahrer, gemeinsam gestartet. Die Reise verlief unkompliziert und ohne Zwischenfälle. Wie schon auf der Hinfahrt hatte Doreen wieder die Verpflegung übernommen. Schon deswegen freute man sich auf jede Pause.

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Doreen versorgte alle Teilnehmer auch während der Rückfahrt mit gutem Essen.

Dieser Hilfstransport hat die gestellten Erwartungen sicher erfüllt. Es hat sich auch bestätigt, dass Hilfe weiterhin nötig ist. Jedoch muss die Art der Hilfe ständig neu erfragt und überprüft werden. Die Veränderungen sind spürbar und schreiten schneller voran als noch vor zehn Jahren.

Im Rückblick darf auch gesagt werden, dass bereits sehr viel erreicht wurde, aber noch eine Menge zu tun bleibt.

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