Firmlinge setzen sich mit deutscher Geschichte auseinander

Ein bedrückender Ort. Der Standort des ehemaligen Emslandlagers in Esterwegen ist vor einigen Jahren aufwendig aufgearbeitet worden. Es ist ein Ort, der nicht nur Erwachsene ins Nachdenken geraten lässt.

In der Pfarreiengemeinschaft bereiten sich aktuell 30 Jugendliche auf das Sakrament der Firmung vor. Sich firmen zu lassen, ist eine bewusste Entscheidung jedes einzelnen. Die Jugendlichen entscheiden sich, für einen Glauben an den christlichen Gott, wachsen zu mündigen Christen heran und werden dabei von engagierten KatechetInnen begleitet. Besonders in der heutigen Zeit gehört dazu auch, sich als Christ mit den aktuellen und geschichtlichen Ereignissen in der Welt auseinander zusetzen und Stellung zu beziehen.

Aus diesem Grund fand im Rahmen der Firmvorbereitung ein Besuch und eine Führung durch die NS-Gedenkstätte des ehemaligen Arbeitslagers Esterwegen statt. Dort wird zum einen in einer Dokumentationshalle an die schrecklichen Taten der NS-Zeit erinnert. Die Jugendlichen ließen sich intensiv auf die Eindrücke dieses Ortes und auf eine Auseinandersetzung ein. Nach einem bebilderten Vortrag beschäftigen sich die Firmlinge lange mit der Dokumentationstätte, die viele Fakten und persönliche Schicksale vorstellte. Besonderes im dortigen Franziskanerinnenkloster wurde durch die verwendete Symbolik in den Räumlichkeiten und durch die Überzeugung der Schwestern deutlich, dass die Themen „Menschenrechte“, „Engagement“ und „Nächstenliebe“ ureigene Themen des christlichen Glaubens sind. Im gemeinsamen Abendgebet wurde für all die Menschen gebetet, die einen Frieden nicht erleben dürfen und der Tag so beschlossen.

Text: Markus Husen
Bild: https://www.gedenkstaette-esterwegen.de

Intensive Eindrücke und Fotos, die bei einem Besuch weiterer Gemeindemitglieder in Esterwegen entstanden sind, schildert schildert auch dieser Text.

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