Firmung einmal anders

Am Wochenende empfingen in Aurich, Neustadt-gödens und Wittmund 28 Jugendliche das Sakra-ment der Firmung. Doch außer dem Mut zum Bekenntnis, mussten die Jugendlichen noch einiges mehr aufbringen.

Viel Geduld wurde von ihnen abverlangt. Eigentlich hätten die Firmfeiern schon Mitte März stattfinden sollen. Doch zwei Tage vorher der Lockdown. Schlagartig wurde alles abgesagt und untersagt. Während der Coronazeit hielt das Katechetenteam immer wieder Kontakt zu den Firmlingen, um sich gemeinsam durch diese merkwürdige Zeit zu gehen. Geduldig warteten die Jugendlichen und die Katecheten und Katechtinnen auf den ersehnten Nachholtermin.

Während eines intensiven Wochenendes in Rulle bei Osnabrück wurde ein Altartuch zu den Themen „Hoffnung“, „Vergebung“, „Liebe“, und „Gott“ gestaltet.

Und plötzlich ging alles relativ schnell. Die Erlaubnis zur Feier der Erstkommunion- und Firmgottesdienste kam. Letzte Planungen – das meiste war ja bereits vorbereitet – wurden vorgenommen und etwa vier Wochen vor dem eigentlichen Firmtermin wurde den Firmlingen die freudige Nachricht überbracht.

Während der Vorbereitungszeit bauten die Firmlinge aus alten Kirchenbänken ein großes Gemeinschaftskreuz, dass sie während der Feiern in den drei Gemeinden begleitete. Darüber hinaus hat sich jeder ein kleines Kreuz als Andenken an die Vorbereitungszeit gestaltet. Die Kreuze wurden nach den Feiern gesegnet.

Klar war, dass bei dieser Feier nun einiges anders laufen würde: Johannes Ehrenbrink und Carl B. Hack bekamen Beauftragungen vom Bischof, um die Firmlinge zu firmen, Abstände mussten eingehalten werden und so weiter. Doch an der Feierlichkeit und an der Würde der Feste, haben alle Beschränkungen nichts geändert. Plötzlich wurden die Firmlinge von einem Priester gefirmt, zu dem sie über die ganze Vorbereitungszeit eine deutlich engere Beziehung aufbauen konnten, als es zu einem Firmspender aus Osnabrück möglich gewesen wäre.

Dadurch, dass die Feiern nicht aus allen Nähten platzten entstand besonders in Neustadtgödens eine fast familiäre Atmosphäe in der die Firmlinge im wahrsten Sinne des Wortes im Mittelpunkt standen und sich persönlich angesprochen fühlten.

Für die musikalische Stimmung wurden die Feiern von einem bunten Potpourri aus jugendlichen und erwachsenen Sängerinnen und Sängern, Musikern und Musikerinnen der Gemeinde und des KJE-Chores begleitet. Unterschiedlich besetzte Quartette begleiteten das Wochenende mit neuen geistlichen Liedern. Highlights der beiden Gottesdienste waren zwei Geigensoli von zwei Firmlingen in der Auricher Freitags- und Samstagsmesse.

Trotz der kleinen Besetzungen ging es ganz schön ab.

Es war in allen Gemeinden ein Fest, den Jugendlichen beim Strahlen zuzuschauen.

Text: Markus Husen
Fotos: Steffi Holle und Markus Husen

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