Frauengruppe Aurich – Starke Frauen

Am 7. Oktober 2020 wurde es märchenhaft bei der Frauengruppe. Diesmal standen aber nicht die klassischen Märchen im Vordergrund, sondern eher bekannte Unbekannte. Los ging es mit dem italienischen Märchen

„Der verhexte Ring“, das auf einer Kuhweide spielt. Die Frauen wurden gleich mit einbezogen, indem sie fleißig „Merda“ rufen mussten.

Die Übersetzung dessen lasse ich aus Gründen des Anstandes aus. 🙂

Ein amüsantes Märchen, das aber auch zum Nachdenken anregt über die Schätze, die nicht auf Anhieb erkennbar, aber in uns sind. – Jeder von uns trägt eine Krone, derer wir uns täglich bewusst sein sollten.

Der Name ist Programm – Starke Frauen

Anschließend wurde es keltisch. Das Märchen „Goldbaum und Silberbaum“ ist die schottische Variante des Märchens „Schneewittchen“. Heinrich Dickerhoff schreibt dazu in seinem Werk Keltische Märchen zum Erzählen und Vorlesen, Krummwisch 2013: „Dort sind es die kleinen Männlein, die Schneewittchen schützen, solange sie brav den Haushalt führt und gehorcht, und am Ende rettet sie der Prinz, der ihre schöne tote Form im Glassarg bewahrt, aber dabei glücklicherweise ins Stolpern kommt. In der schottischen Fassung sind die Männer nur Statisten, sie reagieren nur, und meistens sind sie nicht da, wenn sie gebraucht würden.“

Mit Hilfe der Anmerkungen von Heinrich Dickerhoff wurde diskutiert über Rollenzuschreibungen und klassische Attribute der Märchenfiguren, die uns seit Kindheitstagen bekannt sind. Es ist sehr lohnenswert, Märchen aus anderen Ländern zu lesen und mit den uns bekannten Märchen der Brüder Grimm zu vergleichen. Starke Frauen – wo finden wir sie in den Märchen und der Zeitgeschichte? Und wie viel davon steckt in uns selbst?

Es ist märchenhaft schön bei uns – und manchmal auch sehr kreativ. (hier: Basteln mit Filz)

Bilder und Text: Bettina Jansen

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