Gott ist auch zwischen den Kochtöpfen

An einem herbstlich gedeckten Tisch mit Blättern, Blumenzwiebeln und einem Fliegenpilz saßen die kfd-Frauen zum Thema „Teresa von Avila“ beisammen. Sie wollten sich am 9. Oktober mit der Ordensfrau beschäftigen.

Die hl. Teresa von Avila – an ihren Todestag wird am 15. Oktober gedacht – war für ihre Zeit eine sehr emanzipierte und resolute Frau.

Am 28. März 1515 wurde sie geboren, trat 1535 in den Karmeliterorden in Avila ein und versuchte schon ab 1560, den Orden zu reformieren.

Gegen heftige Widerstände gründete sie Reformklöster. Ihr Zensor, der ihre Briefe las, musste immer einige Zeilen streichen, um sie nicht der Gefahr auszusetzen, auf dem Scheiterhaufen vrebrannt zu werden. Sie war auch eine Mystikerin und nannte Beten: Verweilen bei einem Freund.

Ein Satz von ihr lautet: Gott ist auch zwischen den Kochtöpfen.

Der Tisch war wunderschön gestaltet.

kfd-Frauen sprachen über Teresa von Avila.

Im Jahr 1622 wurde sie heilig gesprochen und 1970 zur Kirchenlehrerin ernannt.

Hier einige Zitate aus ihren Gedichten: „Gott und ich – wir zusammen sind immer die Mehrheit!“ – „Vor albernen Andachten behüte uns Gott.“ – „Bete nicht um leichtere Last, sondern um einen stärkeren Rücken.“

Vor einiger Zeit hatten sich die 14 kfd-Frauen getroffen, um über „Tiere in der Bibel“ zu sprechen. Die biblischen Schriften nehmen häufig Bezug auf Tiere. 130 Arten werden erwähnt.

Der gute Hirte – in der Bibel steht das Bild für das Verhältnis zwischen Gott und Mensch.

Die bekannteste Tier-Bibelstelle ist die Geschichte von der Arche Noah. Die wichtige Botschaft auch für uns heute lautet: Wir sitzen im selben Boot und sind aufeinander angewiesen.

Selbst die Arbeitstiere sollen einen Ruhetag haben, so steht es in einem Kapitel im Buch Exodus. Es wurden nachfolgend Bibelstellen und Liedzeilen erörtert, z.B. die aus der zweiten Strophe des Lieds Lobet den Herren, in der es heißt: …„auf Adlers Fittichen sicher geführet“.

Wissenschaftler haben beobachtet, dass Greifvögel wie Flugzeugträger
unter ihre Jungen fliegen, damit sie die Kleinen auffangen können, wenn sie abzustürzen drohen.

Esel, Pfauen, Spinnen oder der Wal mit Jona und viele weitere Tiere werden erwähnt, wobei der Löwe direkt mit Gott in Verbindung gebracht wird. Übrigens wird nirgendwo in der Bibel erwähnt, dass Ochs und Esel im Stall bei Jesu Geburt waren. Aber Jesus reitet auf einem Esel nach Jerusalem.

Fazit des Nachmittags war: Der Mensch als Gottes Ebenbild muss Sorge tragen für seine Mitwelt. Liebevoll und barmherzig.

Text und Fotos Elsbeth Antony

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