In Wittmund neuer Glockenklang

Von Peter Kirby | Ob es wohl schon dem einen oder anderen hellhörigen Wittmunder aufgefallen ist, dass die Glocke der St.-Bonifatius-Kirche seit Dienstag anders klingt?

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Der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands Andreas Fahl (r.) mit einem Spezialisten der ausführenden Firma.

Bei Wartungsarbeiten war festgestellt worden, dass an der Glocke, die 1964 für die Wittmunder Gemeinde gegossen worden war und bis vor wenigen Tagen im Turm hing, der Klöppel zu leicht war und nicht mehr den Richtlinien des Beratungsausschusses für das Deutsche Glockenwesen entsprach.

Es musste ein neuer Klöppel her. Als dem Bistum Osnabrück das Gutachten vorlag, ordnete es an, das Leichtgewicht auszuwechseln. Ein Fall für den Glockespezialisten der Firma Herforder Elektromotoren-Werke: die Herstellung eines besser dimensionierten Klöppels für die Monastarium-Glocke. Das neue Prachtstück, mehrere Kilogramm schwer, erzeugt einen weichen und harmonischen Klang.

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Peter Kirby hält den viele Kilogramm schweren neuen Klöppel für die Glocke von St. Bonifatius Wittmund.

Der Klöppel besteht aus dem „Langen Schaft“, dem Ballen und dem Schwungzapfen.

Aufgehängt wird er an Lederschlaufen, die für ein besseres Reibungsverhältnis sorgen und sich nicht so stark abnutzen.

Die Spezialisten wuchteten den neuen Klöppel in den Glockenkörper: Und das war wirklich eine Sache für Spezialisten, da im Glockenturm und im Glockenkörper naturgemäß wenig Platz ist.

Kein Zweifel: Schon beim ersten Glockenschlag erfreuten sich alle, die hinhörten, an diesem sanften Klang.

Also beim nächsten Glockenschlag alle mal herhören.

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