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kfd-Frauen – Junia, die wiedergefundene Apostelin

[1]Am 08. November trafen sich sieben interessierte kfd-Frauen zu ihrem monatlichen Treffen. Sie beschäftigten sich diesmal mit dem neuen Namen der Zeitschrift“ Frau und Mutter“.  Junia, kaum jemand kannte zuvor den Namen

und schon gar nichts über das Leben und Wirken dieser Frau. Dabei war sie in der frühen Kirche wenige Jahre nach Jesu Tod durchaus bekannt und hatte die gleichen Rechte wie die Männer. Allein in den Römer-Briefen wird sie 250mal erwähnt.

In der Orthodoxen Kirche wir sie als eine von 72 Jüngern von Jesus gezählt und man hat den 17. Mai als Gedenktag für sie gesetzt.

Also hatten Frauen auch durchaus leitende Funktionen inne. Auch stimmt es nicht, dass es nur zwölf Apostel, und zwar Männer gab. Diese Zahl bezieht sich auf die 12 Stämme Israels und es sollte damit gesagt werden, dass die Heilsbotschaft für das gesamte Volk Israels galt. Erst im 12.Jahrhundert wurde Junia plötzlich männlich und hieß fortan Junias. Es galt die Auffassung, Frauen könnten unmöglich zum Kreis der Apostel gehören. Erst in der neuen Einheitsübersetzung von 2016 wird „Junia“ wieder erwähnt.

Eine spannende Geschichte. Es wurde dann viel über den neuen Namen der Zeitung diskutiert. Die Aufmachung ist ansprechend und es werden auch kritische Themen behandelt. Wie hat sich das Familienleben verändert?

Die Zeitung politischer geworden!

Sehr schnell waren alle anwesenden Frauen bei dem Thema der Gleichberechtigung.

Das leidige Thema- warum nicht offiziell auch Messdienerinnen? Warum keine Priesterinnen?

Viele Frauen sind verunsichert und fühlen sich in dieser Kirche ausgeschlossen. Aber trotzdem, so war das Fazit, müssen die Frauen bleiben, und sich einbringen, den Mund auftun und weiter berechtigte Forderungen stellen. Eine Veränderung kann nur von UNTEN kommen.

Hoffen wir das Beste.

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Text und Fotos: Elsbeth Antony