Kinder, Kinder – so viele steinschwere Fragen

„Bergkristall“ kommt tatsächlich aus einem Berg. Und woher kommt „Katzengold“. Kinder, Kinder – das sind Fragen, die alle beantwortet werden wollten oder schon beantwortet waren…

… als die Kita mit ihren fünf- und sechsjährigen Kindern in der Mineralienausstellung von Manfred Nittmann in der Raiffeisen-Volksbank Aurich zu Gast war.

Manfred Nittmann.

Manfred Nittmann bereist seit vielen Jahrzehnten viele Länder, um dort nach Fossilien, Edelsteinen und archäologisch bedeutsamen Relikten zu suchen.

Er reinigt und bearbeitet sie und zeigt sie in Ausstellungen interessierten Mädchen und Jungen aus Kindertagesstätten und Schulen.

Erwachsene schauen auch gern hin.

Er arrangiert die Exponate liebevoll, beschreibt Fundort, Alter und Wert.

Eine persönliche Einladung ans Haus für Kinder und Familien hatte sich Manfred Nittmann nicht nehmen lassen! Für die Einrichtung von St. Ludgerus jährte sich der Besuch zum 9. Mal, und auch diesmal waren die Kinder interessiert und aufmerksam.

Die Kinder standen gern Schlange, um von Manfred Nittmann Erklärungen „aus erster Hand“ zu bekommen.

Da kriegte man richtig Ehrfurcht.

Gern zeigte Manfred Nittmann eine Neuigkeit: einen waschechten Dinosaurierzahn und einen „kleinen“ Zeh vom Tyrannosaurus Rex. Die Kinder waren begeistert und verglichen sofort: Puh, musste das ein großes Tier gewesen sein.

Alle lernten, dass in Millionen von Jahren nicht nur kleine Tiere wie Schnecken oder Fische oder Sand versteinern, sondern auch Holz. Dass die kleinen Besucher den Zahn eines Mammuts wiedererkannten, war ja klar!

Manfred Nittmann zeigte immer wieder Fotos, die die Exponate weiter erklärten. Die Kinder schauten fasziniert hin.

Seltsame Wesen wurden ihnen vorgestellt.

Natürlich gaben die Kinder ihr Wissen über die von vergangenen Besuchen bekannten Halb-Edelsteine weiter: Der Smaragd in Urform war der Renner!

Durch ein Mikroskop sehen die Steine noch viel, viel spannender aus.

Auch das Katzengold war den Kindern noch hinlänglich bekannt. Sie wussten noch genau zu berichten, dass es sich nicht um wirkliches Gold handelt, aber oftmals als solches verkauft wird. Und natürlich wussten die Kinder, dass Katzengold nichts mit Katzen zu tun hat.

Woher der begriffliche Zusammenhang kommt, ist nicht eindeutig. Manche Sprachforscher meinen, dass das Wort vom althochdeutschen Kazzungold abgeleitet ist. Dies bedeutete “goldgelbes Kirschharz“; man bezeichnete damit Funde, die metallisch-gülden schimmerten und irgendwie wertvoll aussahen, aber kein echtes Gold waren.

Eine volle Stunde unterhielten sich die Kinder vom Haus für Kinder und Familien mit Manfred Nittmann. Sie stellten viele Fragen und lernten viel. Zur Belohnung erhielt jeder kleine Teilnehmer zwei Edelsteine, und auch die Einrichtung bekam ein Exponat. Ein gelungener Vormittag!

Text: Tina Hardy, Fotos: Fabia Ihnen

Angesichts dieser bunten Fülle staunte auch die Leiterin des Hauses für Kinder und Familien, Tina Hardy.

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