Kita dankte Hubert Bartke herzlich

Er ist vor allem den Mitarbeiterinnen der Kita über Jahre ans Herz gewachsen. Der Klebstoff: Kompetenz, Freundlichkeit und Respekt. Jetzt müssen sie sich lösen. Hubert Bartke übernimmt eine neue Aufgabe.

Ab 1990 wirkte der gelernte „Sparkassen-Mann“ im Bischöflichen Generalvikariat als Abteilungsleiter Sachbearbeitung Kindertagesstätten für die Dekanate Ostfriesland und Emsland-Nord sowie ab Mitte 2014 für das Dekanat Bremen.

Bartke begleitete den Qualitätsausbau der Kita. Dabei würdigte er immer die Diaspora-Situation. Er unterstützte das Team und Trägervertreter Horst Stamm, als sie 2009 ihr Qualitätsmanagementhandbuch erarbeiteten (das bistumsweit Furore machte). Hubert Bartke kämpfte 2011 mit ihnen für den Krippenbau. 2013 stand er an ihrer Seite, um die Kita komplett zu einer Ganztagseinrichtung bis hin zum Haus für Kinder und Familien zu entwickeln. Hilfreich auch hier: sein Wissen um kirchliche, rechtliche und politische Gegebenheiten.

Die Leiterin des Hauses für Kinder und Familien Tina Hardy sagt über Bartke: „Seine Fähigkeit, sich auch auf politischer Ebene mit Geschick und Menschenkenntnis sachlich und fachlich einzubringen, war in vielen Verhandlungen um Finanzen und Qualität z.B. mit der Kommunalverwaltung Aurich eine große Hilfe.“

Sie lobt durchaus hintergründig: „Dabei verstand Hubert Bartke es immer, alle Mitarbeitenden in den Blick zu nehmen, zu einem ressourcenorientierten Denken anzuhalten und gesetzliche Vorgaben effektiv zu nutzen.“

Bis heute kämpft Hubert Bartke dafür, die Standards für Kindertageseinrichtungen zu verbessern. Dann kann er auch schon mal einen Brief an Kultusminister Grant Hendrik Tonne schreiben, wenn der sich auf dem Weg zum „Gute-Kita-Gesetz“ zu verlaufen droht, weil Gelder in die „falschen“ Töpfe fließen…

Die besondere Beziehung zwischen katholischen Kirchengemeinden und ihren Kindertagesstätten ist Hubert Bartke immer ein Anliegen: Kitas sind für ihn ein Kirchort.

Hubert Bartke (v.l.) verabschiedete sich unter der freundlich lachenden Sonne des Hauses für Kinder und Familien von Trägervertreter Horst Stamm, Leiterin Tina Hardy und Pfarrer Johannes Ehrenbrink.

Seinem großen Thema bleibt er treu, wenn er nun mit fast 60 Jahren eine andere Aufgabe übernimmt und mit seinem Erfahrungsschatz eher als Berater denn als Macher tätig wird.

Über 20 Jahre hat Hubert Bartke sich für St. Ludgerus stark gemacht. Er selbst hatte den Wunsch, sich vor Ort persönlich zu verabschieden. Diesen Wunsch teilte er mit Tina und Horst. Für sie war es selbstverständlich, den zwei Jahrzehnte währenden, respektvollen und wertschätzenden Einsatz bei einem gemütlichen Frühstück in der Kita zu würdigen. Pfarrer Johannes Ehrenbrink kam hinzu.

Am Ende trug Hubert Bartke einen ostfriesischen Präsentteller nach Hause. Der gute Mann soll sich gar nicht erst von Aurich entwöhnen…

Text: Delia Evers, Fotos: Melanie Wiegmann

Dieser Beitrag wurde unter Archiv abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.  Beitrag drucken. Beitrag drucken.