Litauen-Besuch: Am ersten Abend „flüssiges Huhn“

Gut angekommen sind am Abend unsere litauischen Gäste aus Alytus. Die Müdigkeit der 1500 Kilometer langen Reise über zwei Tage wich bald einem frohen und munteren Miteinander beim Essen im Bonihaus.

Knapp zwei Stunden hatte sich die Anreise verzögert. Alle Tische im Bonihaus waren gut gedeckt, mit Blumen verschönt und die Laufwege noch einmal gefegt, da durfte sich die vorfreudige Anspannung vorübergehend beruhigen. Übersetzerin Birute gab aus einem der Litauen-Bullis zwischendurch mehrfach „Wasserstandsmeldungen“ ab, die ungefähr so lauteten: „Der eine Mann sagt – noch eine Stunde Fahrt. Der ander Mann sagt – noch eine halbe Stunde Fahrt.“

Da konnte die Holzkohle für den Grill schon mal angefeuert werden. Die meisten standen in Grüppchen zusammen und bekamen gar nicht richtig mit, dass „plötzlich“ die Bullis mit litauischen Kennzeichen von hinten auf den Hof fuhren. In Windeseile lief die Nachricht rund: „Sie sind da!“ Alle rannten los. Das war ein Umarmen und Freuen!

Große Wiedersehensfreude.

Endlich angekommen: Rytis begrüßt Steffi. Da stand die Welt für einen Augenblick fast Kopf.

Onute steigt aus – und wie schön: Zudem sehr junge Gäste.

Johannes knuddelt Onute erst mal richtig durch.

Alfred begrüßt Tadas, der bereits vor zwei Jahren in Aurich dabei war.

Dechant Arunas kommt seinen Gastgebern entgegen.

Das Grillquartett mit Horst, Josua, Markus und Elia.

Johannes Ehrenbrink begrüßte die 15 Gäste auch offiziell, Steffi brachte sie zu einem kleinen Frischmachen in ihre Unterkunft, und dann ging’s ans gemeinsame Tafeln, eingeleitet mit lieben Dankesworten der Gäste von Dechant Arunas und Pfarrer Rytis. Sie hatten auch Geschenke dabei, u.a. litauisches Bier und heimische Delikatessen. Arunas packte seine Tüten aus und sagte schließlich, als die Tüten leer waren, jetzt seien sie „alle“.

Rytis überreicht litauische Leckereien.

In der Runde ging es zunehmend munter zu. Der neue Pfarrer Rytis Baltrušaitis, zum ersten Mal in Aurich dabei, gab erste deutsche Wörter zum Besten. Nur zwei oder drei kenne er, behauptete er. Am Ende hatte die Runde bereits 38 Wörter gezählt.

Rytis interessierte sich auch für die Zusammensetzung des Eierlikörs aus einer ergiebigen Privatmixerei vom Auricher Kastanienweg. Rytis fasste seine neue Kenntnis über das Getränk so zusammen. Eierlikör – „das ist flüssiges Huhn“.

Nach schönen Stunden ging der erste Abend zu Ende, nicht bevor Johannes für den Dienstag das weitere Programm vorgestellt hatte. Dienstag erleben die Gäste eine Gesprächsrunde, eine Ostfrieslandfahrt durch die Krummhörn und einen Abend mit Heiliger Messe in Wittmund.

Text und Fotos: Delia Evers

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