Logo von Neuauwiewitt

Carl Borromäus Hack / nach Michael Völker | Entstehung und Deutung

button_neuauwiewitt-grossBeim Pfarreiengemeinschaftsfest in Neustadtgödens am 20. Juni 2010 stellten wir erstmals unseren Gemeinden und der Öffentlichkeit das Gebet, das Lied und das Bild unserer Pfarreiengemeinschaft vor. Die Texte des Gebets und des Lieds stammen von unserem damaligen Diakon Dr. Richard Goritzka. Das Bild für die Pfarreiengemeinschaft hat Michael Völker aus Wittmund geschaffen.

Bild und Logo der Pfarreiengemeinschaft Neuauwiewitt, geschaffen von Michael Völker.

Als gestalterisches Element hat er die Form des Mandala gewählt. Der Kreis zählt zu den Archetypen genau wie das Kreuz, das den Kreis in vier Bereiche gliedert. Ein Mandala stellt in seiner Einheit den Kosmos dar. Es steht stellvertretend für das Ganze – hier für die Einheit der Pfarreiengemeinschaft und für den einzelnen Menschen.

In der Mitte des Bildes strahlt ein völlig helles Licht. Es lenkt den Blick des Betrachters direkt auf sich. Alles scheint sich um den Mittelpunkt zu drehen. Selbst das Kreuz, das hier in Form eines Wegweisers in seiner hölzernen Darstellung erscheint, wird von dem Licht gesprengt und stellt den Auftrag jedes Christen dar: Gottes Botschaft in die Welt tragen.

Erst bei der weiteren Betrachtung formieren sich nach und nach die verschiedenen Elemente, die ineinander mosaikartig verwoben sind – durchdrungen vom Kreuz und den Strahlen aus der Mitte heraus.

Das Kreuz trennt in seiner Horizontalen Himmel und Erde. Zusammen mit der Vertikalen wird der Kreis in vier Segmente unterteilt, wie auch vier Gemeinden die Pfarreiengemeinschaft bilden. Ferner fallen die Kirchengebäude der einzelnen Gemeinden auf – NEUstadtgödens, AUrich, WIEsmoor, WITTmund (von unten rechts gegen den Uhrzeigersinn) – mit Schutzpatron(in) und Attribut.

Besonders auffällig ist dabei das Gebäude von St. Joseph aus Neustadtgödens, das Wurzeln zu haben scheint. In Neustadtgödens wurde 1715 die erste katholische Kirche nach der Reformation geweiht. Daneben ist nicht nur die Lilie, sondern selbst Joseph aus Nazareth sehr erdverbunden dargestellt.

Als Gegenpol zu dieser irdenen Einheit ist Maria – Fürsprecherin bei Gott – als Patronin der Gemeinde aus Wiesmoor zu erkennen. Sie trägt ein Gewand, welches förmlich als schützender himmlischer Baldachin den Kreis umhüllt.

In diesem Einklang von Himmel und Erde, von Mann und Frau, wird – mit den Evangelien als Fundament des christlichen Glaubens – der Kosmos gefestigt.

Einerseits mit dem Schwert – als Attribut von St. Bonifatius, dem Patron der Gemeinde aus Wittmund – und anderseits mit der Wildgans – als Attribut von St. Ludgerus, der die Schutzherrschaft der Auricher Gemeinde trägt. Beide Heilige sind in der Mission der norddeutschen Region tätig gewesen.

Seite drucken. Seite drucken.