„Mach dich stark für Generationengerechtigkeit“

„Mach dich stark für Generationengerechtigkeit.“ So lautet die Caritas-Jahreskampagne. Am jüngsten Wochenende war das Leitwort zugleich die Überschrift der Gottesdienste.

Es ging um Vorurteile der Älteren („Die Jugend lungert nur herum“) und der Jüngeren („Die Alten brauchen nur unser Geld), falsche Erwartungen und gelingende Beziehung. In ihrer Predigt sprach Steffi Holle über die Frage, was die eine Ge neration der anderen mitgeben kann.

2016-06-01 Steffi Holle2Steffi (Bild) berichtete von ihren Erfahrungen: „In unserer Arbeit erleben wir Menschen unterschiedlichster Generationen mit allen Fassetten und Problemen. Wir erleben aber auch Menschen aller Generationen, die anpacken und etwas tun.“

Sie nannte anonymisiert konkrete ermutigende Beispiele, die zeigen, wie Menschen unterschiedlicher Generationen gerade angesichts großer Alltagsprobleme zusammenstehen und füreinander Gutes bewirken. Wirklich tröstlich und beeindruckend: Dafür lieben und achten sie einander.

Johannes Ehrenbrink hatte zuvor das Evangelium vom Barmherzigen Samariter vorgetragen. Zur Sprache kam darin die Erkenntnis eines kritischen Gesetzeslehrers, der Jesus hatte auf die Probe stellen wollen. Der Gesetzeslehrer begriff am Ende, was barmherzig bedeutet, und Jesus sagte ihm: „Dann geh‘ und handle genauso!“

Steffi Holle erklärte, die Aufforderung Jesu zur Nächstenliebe sei hier sehr klar erkennbar.

Damit beantworte sich zugleich die Frage, warum der Caritasverband das Thema Generationengerechtigkeit gerade jetzt in den Mittelpunkt rücke. „Die Lebensvoraussetzungen werden in allen Generationen nicht einfacher; das zeigen die gerade gehörten Beispiele und viele andere Situationen, die wir vor Augen haben.“

Unsere Gemeinden könnten die Welt sicher nicht verändern, „aber wir können das Leben gemeinsam gestalten, ein Stück gerechter machen und darauf vertrauen, dass wir uns alle brauchen. Wir müssen wach füreinander sein, Vorurteile abbauen und aufeinander zugehen.“

Sie sei sich sehr sicher: „Jung braucht Alt, und Alt braucht Jung.“ Wer das verinnerliche, könne auch schwierige Themen wie den demografischen Wandel angehen.

Steffis Fazit: „Mach dich stark für Generationengerechtigkeit. Es geht um die Zukunft von uns allen. Packen wir sie gemeinsam an!“

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