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Maria aus Magdala und die kfd-Frauen

[1]Maria aus Magdala, eine Gestalt aus der Bibel, war Thema der monatlichen Besinnung der kfd-Frauen. Die mutige Maria musste viele unterschiedliche Deutungen über sich ergehen lassen:

Jesus-Anhängerin, Prostituierte, gefallenes Mädchen, reuige Sünderin und sogar Geliebte Jesu.

Auf jeden Fall war es sehr mutig, als alleinstehende Frau die Heimat zu verlassen und sich auf die Lebensbedingungen der Jünger Jesu einzulassen. Maria aus Magdala ist neben der Mutter Jesu die am häufigsten genannte Frau im neuen Testament. Viele unterschiedliche Frauen mit dem Namen Maria wurden in ein- und derselben Person zusammengeführt, so dass letztendlich ein Klischee entstand. Maria wurde in der Literatur des Mittelalters und der Barockzeit zum Inbegriff der verführerischen und büßenden Frau.

Sie stand mit Sicherheit in einer vertrauten Beziehung zu Jesus und fühlte sich angezogen von seiner Vision vom gerechten und liebevollen Leben. In der Osterzeit ist zu spüren, dass sie am Kreuz ausharrt. Auch wurde sie zur ersten Zeugin der Auferstehung, was ihr den Titel „Apostelin der Apostel“ einbrachte.

Sie machte sich auf den Weg, um andere an dieser Ostererfahrung teilnehmen zu lassen. In den ersten Gemeinden galt sie als Vorbild im Glauben in der Nachfolge und der Verkündigung. Maria Magdalena ließ sich auch nicht beirren, als Männer ihre Worte als „Weibergeschwätz“ abtaten.

Wer glaubt und im Herzen ergriffen ist, muss reden. Auch heute noch kann man sich von ihrem Glauben aufrichten und ermutigen lassen.

Maria, die Frau aus Magdala, war für die zwölf kfd [2]-Frauen Anlass für eine lebhafte Diskussion. Präsent war dabei natürlich das heikle Thema „Frauen in der Kirche“.

Text und Foto: Elsbeth Antony

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kfd-Frauen sprachen über Maria aus Magdala.