Maritimer Tag in Neustadtgödens

Nicht weniger herzlich, als in den anderen Gemeinden, wurden die Litauer gestern Morgen in Neustadtgödens empfangen. Los ging es nach der emotionalen Begrüßung mit einem musikalischen Einstieg und dem Programm.

Maria Döldissen-Schlömer begrüßte die Gäste in ihrer gewohnt freundlichen Art, während Birute ihre Worte ins Litauische übersetzte.

Da den Neustadtgödensern nichts ferner liegt, als mit ihren Gäste ohne eine ausgiebige Stärkung ans Meer zu fahren, bewirteten sie die Litauer mit leckerem Kuchen, Tee, Kaffee und Kaltgetränken.

Ein reichhaltiges Buffet erwartete die Gäste.

Besonders die Kinder hatten Gelegenheit, die Kondition der Gäste auf Herz und Nieren zu überprüfen.

Nach einem vorzüglichen Snack verteilte sich die Gruppe auf die Fahrzeuge und machte sich auf den Weg zum Marinestützpunkt im ca. 30 Minuten entfernten Wilhelmshaven. Der Marinestützpunkt Wilhelmshaven ist der größte Deutschlands und einer der größten in Westeuropa. Die Aufgabe des Stützpunktes ist nicht nur die Beheimatung vieler Fregatten, Versorgungsschiffe und Hilfsschiffe, wie Schlepper und ein Ölauffangschiff, sondern insbesondere die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge.

Gespannt und neugierig werden die ersten Exponate bereits aus der Ferne bestaunt.

So, Maria zeigt wo es lang geht, Birute übersetzt und schon kann es losgehen.

Auf dem Gelände hatte jeder Zeit sich in Ruhe die unterschiedlichen Angebote der deutschen Marine anzusehen. Dazu gehörten eine kostenlose Hafenrundfahrt, die Begehung einer Fregatte, eine Ausstellung von Geländewagen und vieles mehr.

Eine spektakuläre Aussicht bot das kleine Schiff, das eine zehnminütige Runde durch den Hafen drehte.

Die Fregatte mit ihrer Größe, ihrem massiven Stahlkorpus, den vielen Leitern und Gängen und nicht zuletzt auch mit ihrer Bewaffnung war ein Zuschauermagnet.

Hier ist ein solcher Koloss aus der Außenperspektive zu sehen.

Zum Ausklang des spannenden Nachmittagprogramms charterten die Neustadtgödenser die „Grosse Freiheit“, eine Hamburger Hafenbarkasse, die Touristen während der Sommersaison an den maritimen Sehenswürdigkeiten des Wilhelmshavener Binnenhafens vorbeiführt. Die etwa einstündige Rundfahrt lotzte an ansässigen großen Firmen, riesigen Schiffen und an der ältesten Drehbrücke Europas vorbei, der Kaiser-Wilhelm-Brücke.

Die Binnenhafenrundfahrt hielt eine unerwartete Überraschung für die Mitfahrer bereit.

Da die spannenden Erklärungen des Kapitäns mit einer wenig beschwinkten und noch weniger abwechslungsreichen Musik von einer Kassette untermalt wurden, handelte Rita mit ihm einen interessanten Deal aus. Er lautete: Wenn die Litauengruppe selbst für Musik sorgt, wird das Tonband gestoppt. Nichts leichter als das. Zu aller Überraschung fand sich sogar ein Mitreisender mit einer Gitarre, der das Lied „An der Nordseeküste“ spontan begleiten konnte.

Der liebevoll und akribisch geplante Tag schloss mit einem gemütlichen Spanferkelessen im Pfarrheim/-garten der St. Joseph Gemeinde. Dieser eindrucksvolle Tag bot für jeden etwas. Es gab Zeiten zum Entdecken und um eigenen Interessen nachzugehen, es gab Zeiten der Erholung auf der Wiese am Südstrand und es fand über den ganzen Tag verteilt ein intensiver Austausch und Begegnungen mit den Freunden aus Litauen statt.

Bei sonnigem Wetter und vielen Gesprächen ging ein spannender Tag im Garten von St. Joseph zu Ende.

 

 

 

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