Messdiener auf der Polizeiwache

Die Messdiener und Messdienerinnen der Pfarreiengemeinschaft Neuauwiewitt haben bei ihrem letzten Ausflug hinter die Kulissen der Auricher Polizei gucken dürfen. Ein Einblick, der spannend und selten ist.

Ganz gespannt waren die Jungen und Mädchen, als es hieß: „Wir gehen zur Polizei!“. Was passiert denn dort? Dürfen wir da in eine Gefängniszelle rein? Dürfen wir eine Sirene anmachen? Um die Fragen im Vorfeld kurz zu beantworten. 1. Eine ganze Menge! 2. Ja! und 3. Natürlich!

Aber von Anfang an. Die Messdienerinnen und Betreuer trafen sich am Bonihaus in Aurich und machten sich im geordneten Entenmarsch auf den Weg zur Polizeiwache am Fischteichweg. Vor Ort wurden sie von zwei sehr freundlichen Kontaktbeamten in Empfang genommen. Zuerst gab es eine kurze Einweisung wie man sich auf der Polizeiwache zu verhalten hat. Die Regeln sind den Besuchern nicht ganz unbekannt gewesen. Nicht rennen, nicht rumschreien und nicht alles anfassen. Ähnliche Anweisungen bekommen auch Schulklassen, wenn sie eine der Kirchen in der Pfarreiengemeinschaft besuchen.

Als Erstes hatte man die Möglichkeit, sich die Abläufe in der Leitstelle anzuschauen. Ein paar Kinder stellten direkt fest, dass es aussehe wie auf einem Raumschiff. Sehr viele Monitore, Funkgeräte, elektronische Übersichten und Telefone waren dort zu bestaunen. Auch die Fülle der unterschiedlichen Meldungen, die täglich dort zu bearbeiten sind, war beindruckend. Während des Aufenthalts kam zum Beispiel die Meldung: „Kuh auf der Ihlower Straße!“ rein. Hier musste dann ein Streifenwagen für die Absicherung des Verkehrs sorgen.

Die zweite Station war der Trakt, in dem sich die Zellen befanden, in denen kurzzeitig Menschen festgehalten werden können, die ein Verbrechen begangen haben oder aufgrund ihres Zustandes eine Gefahr für sich oder andere darstellen.

Ausführlich wurde erklärt, wie im Vorfeld die Untersuchungen laufen, warum der Stuhl im Untersuchungsraum am Boden verschraubt ist und wo die ganzen Dellen und Macken in den Zellen herkommen. Zum Zeitpunkt unseres Besuches waren in den Zellen keine Insassen und so konnte die Gruppe alle Zellen ausführlich inspizieren. Immer gepaart mit interessanten Erklärungen der Kontaktbeamten. Dass die Spülung der Toiletten zum Beispiel nur von außen bedient werden kann, war sicherlich nicht jedem bekannt. Auch die Tatsache, dass noch nie jemand von der Dusche Gebrauch gemacht hat, war verwunderlich. Wenn man allerdings weiß, dass die Sanitäreinrichtungen nur in Begleitung eines Beamten oder einer Beamtin benutzt werden dürfen, kann man das eher verstehen.

Weiter ging es dann in das Schiesskino, wo die Polizisten den Umgang mit Schusswaffen trainieren. Klar betont wurde da aber auch, dass der Einsatz der Schusswaffe das allerletzte Mittel darstellt. Wenn sie dann doch zum Einsatz kommen muss, dann müssen die Beamten absolut sicher im Umgang damit sein.

Den Abschluss bildete der Besuch des Fuhrparks.

Hier durften sich die Besucher ein Polizeiauto ganz aus der Nähe und in Ruhe anschauen. Und natürlich dufte, zumindest kurz, die Sirene angestellt werden.

An der Polizeiwache gibt es noch ganz viele andere Bereiche, bei denen sich ein Besuch gelohnt hätte, aber das hätte den zeitlichen Rahmen gesprengt. So gibt es die Möglichkeit für einen weiteren Besuch, über den sich alle sicherlich freuen würden.

Nach dem Besuch der Polizeiwache ging es wieder zurück zum Bonihaus, wo die MessdienerInnen und Begleiter mit leckeren Salaten, Wurst und Fleisch vom Grill verwöhnt wurden.

Text: Daniel Gauda
Fotos: Simone Granitzka, Anna Sacher und Daniel Gauda

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