Nachrichten aus Litauen

In Corona-Zeiten sind persönliche Kontakte kaum möglich, in großen Gruppen gar nicht bzw. nur unter strengen Auflagen. Die letzten persönlichen Kontakte mit den Freunden aus Litauen sind nun bereits fast zwei Jahre her.

Im letzten Jahr hatten die Ehrenamtlichen der Pfarreiengemeinschaft noch die Hoffnung, dass es in diesem Jahr wieder mit einem Hilfstransport und Besuchen in Litauen und NeuAuWieWitt  klappen wird. Diese Hoffnung ist zur Zeit leider nur ein kleiner Funke.

Obwohl es vermutlich auch in diesem Jahr mit einem begleiteten Hilfstransport nicht klappt, werden weiterhin Vorbereitungen getroffen. Alfred Dellwisch steht im unregelmäßigen Kontakt mit Birute, um den Bedarf zu ermitteln und auch andere Möglichkeiten eines Transports zu überlegen. Ohne Birute wäre der Kontakt zu den Freunden in Litauen fast nicht möglich. Birute ist natürlich auch über das aktuelle Geschehen in der Pfarreiengemeinschaft informiert.

Birute schreibt nun:

“Hallo, lieber Alfred, danke Dir für dein Schreiben. Ich lese regelmäßig die Nachrichten auf www.neuauwiewitt.de. Im Zeitraum von letzten 10 Jahren bin ich irgendwie mit euren Gemeinden zusammengewachsen und stelle mir nicht vor, dass es anders werden kann. 

Für mich war die Nachricht von Johannes auch unerwartet, dass er in den Ruhestand geht und dass er 70  wird. ….

Ich habe mich mit Virginija und Vidute in den Malteser-Räumen getroffen und sie haben erzählt, dass die Suppe den Senioren meistens an die Türschwelle gestellt wird, aber Hauptsache ist es, dass sie verpflegt werden… Es gibt wirklich ganz wenig Kommunikation…Und das ist sehr schwierig…. Inzwischen haben sie einen großen Kühlschrank geschenkt bekommen, worauf sie ganz stolz sind :-). 

Wenn ihr zu Pfingsten nicht ankommt, wird es sehr sehr schade ….Alle haben wirklich Sehnsucht nach dem Treffen, um die Freude und Sorgen auszutauschen.

Inzwischen habe ich eine mir bekannte litauische Spedition angefragt, ob sie aus Deutschland eine Ladung bringen kann. Also, sie können das tun und ich kann helfen, diese Sache zu organisieren. 

Ich selber unterrichte von zu Hause, was sehr anstrengend für mich ist, das lange Sitzen und Sprechen sowie Vorbereiten strapaziert den Körper und die Nerven…

Die Schulen sind ab November alle geschlossen. Die Grundschullehrer haben vorige Woche in Alytus erst jetzt erste Impfung bekommen. Wann wir wieder normal arbeiten können, ist es nicht klar. 

Und wenn man nichts planen kann, ist es ganz traurig…

Hiermit schicke ich dir und euch beste Grüße von mir und allen euren Bekannten! Mit viel viel Hoffnung auf eine bessere Zeit und Wünschen, damit wir schneller ein normales Leben in Litauen und in Deutschland führen können!“

Am gestrigen Palmsonntag hat Birute nochmals geschrieben und versprochen, Bilder zu schicken, verbunden mit den besten Wünschen an alle aus Alytus.

Die Spannung auf ein Update steigt also!

Text: Alfred Dellwisch
Foto: Birute

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