Blick ins Innere der Kirche

St. Joseph Neustadtgödens

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Die katholische Pfarrei St. Joseph Neustadtgödens ist eine der vier Gemeinden, die zur Pfarreiengemeinschaft Neuauwiewitt gehören. Leitender Pfarrer ist Johannes Ehrenbrink (Aurich).

kirche-joseph-innenDas Kircheninnere wurde mehrfach umgestaltet und auch in neuer Zeit modernisiert. Trotzdem ist die altehrwürdige Behaglichkeit erhalten geblieben.

Blick auf den Altar.

Beim Eintritt in den Kirchenraum gewahrt man an den Wänden die 14 Kreuzwegstationen. Sie sind eine plastische Nachbildung aus der Kunst der Nazarener (Prof. J. V. Führich).

Der szenische Ablauf wird bei einer Nische unterbrochen, in der eine moderne Holzplastik hängt. Sie wurde vom Künstler Jo Klose „Golgatha“ genannt. In Bohlenscheiben aus einer Sielwand ist umrisshaft die Figur des Gekreuzigten eingefräst.

Über dem nebenstehenden Orgelabsatz sind zwei alte Gemälde angebracht (17. Jahrhundert). Sie stellen aus der franziskanischen Tradition die Ordensgründer St. Franziskus und St. Klara von Assisi dar. Die Bilder stammen aus dem Franziskanerkloster in Vechta, welches die Seelsorge in Neustadtgödens versah (aufgelöst 1812 durch französische Behörden). Als 1997 der gebürtige Vechtaer Pfarrer August Vornhusen neben seiner Gemeinde St. Peter in Wilhelmshaven auch St. Joseph in Neustadtgödens übernahm, schenkte er diese Ölgemälde aus seinem Familienbesitz der Filialgemeinde St. Joseph.

altarbild1Das Kircheninnere strebt zum Altar hin, der als Block eine moderne Form aufweist. Er ist aus einem gelblichen Marmor und zeigt auf schmalen Bändern von gebrannten Emailplättchen die Geschichte des ägyptischen Joseph, der als israelitischer Kanzler des ägyptischen Reiches durch genügende Bevorratung von Getreide in der Dürre– und Hitzeperiode für ausreichende Ernährung des Volkes sorgte.

Das alte Altarbild von St. Joseph (Detail).

Der damalige Pharao sagte seinen Untertanen: Gehet zu Joseph. Dieser Ausspruch wird übertragen zum Pflegevater Joseph aus der Heiligen Familie zu Nazareth. Damit wird also auch auf die Bedeutung des Kirchenpatrons hingewiesen. Vorne im Altar ist eingelassen die Reliquie des hl. Märtyrers Candidus († 304), der zur thebäischen Legion gehörte und (in der heutigen Schweiz) den Märtyrertod starb. Von dort haben sich Gemeindemitglieder aus Neustadtgödens kleine Steine besorgt, die dann schachtelartig in den Unterbau des Altares eingelegt sind.

altarbild2Das alte Altarbild in seinem ovalen Rahmen, das in der Sakristei aufbewahrt wird.

Hinter dem Altar steht an der Wand ein modern gestalteter Tabernakel (als Aufbewahrungsort für die geweihten Hostien).

Links und rechts sind auf Konsolen die Holzfiguren von Maria und Joseph angebracht (entstanden ca. 1930). Im Altarraum steht auch das bronzene Lesepult (Ambo).

Über die Geschichte der Kirche steht hier ein ausführlicher Bericht.

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