Ökumenischer Kreuzweg in Aurich

Am vergangenen Freitag begann in der St. Ludgerus Kirche der jährliche ökumenische Kreuzweg. Sieben Stationen wurden in der katholischen, in der reformierten und der lutherischen Kirche gebetet.

Im Mittelpunkt des Kreuzweges standen Stationsbilder, die in der sog. Stencil Art angefertigt wurden. Stencil Art ist eine Kunstform, bei der unterschiedliche Schablonen angefertigt werden, welche dann mit Sprühfarbe ausgefüllt werden. Das macht die Bilder zum einen sehr schnell und einfach wiederholbar und andererseits in kleinen Details auch immer wieder unterschiedlich.
Zum Einstieg veranschaulichte Pastor Oltmann Buhr die Kunstform anhand des Kreuzweglogos, indem er die entsprechenden Schablonen auf einer Leinwand mit schwarzer Farbe besprühte. Grundsätzlich hatte der Kreuzweg schon einen eher besinnlichen Charakter mit vielen Zeiten der Stille. Jedoch war der Einstieg etwas sehr still. Die Orgel litt offensichtlich unter Startschwierigkeiten und setzte entgegen der ursprünglichen Planung erst nach der Sprühaktion ein. Aus vielen unterschiedlichen Perspektiven wurden die sehr modern gehaltenen Stationsbilder erklärt.

Das Kreuz begleitete den Weg durch alle drei Kirchen.

Die Pastoren und Gemeindereferent Markus Husen deuteten den biblischen Zusammenhang, Jugendliche prangerten in Form sog. O-Töne heutige Missstände zu dem entsprechenden Thema an und Impulsfragen von Pastor Jörg Schmied brachten die Zuhörer zum Nachdenken.

Die Krawatte zeigt, dass er zur feineren Gesellschaft gehört. Doch was kommt zum Vorschein, wenn er seine Maske abzieht? Ein leeres Gesicht? Eine Fratze? Oder eine weitere Maske?

Besonderes szeneastisch wurde der Kreuzweg mit dem großen schweren Kreuz dargestellt, was durch die Straßen zu den einzelnen Kirchen getragen wurde. Durch die vielen verschiedenen Orte und die unterschiedlichen Sprecher wirkte der Kreuzweg sehr abwechslungsreich und modern und dennoch besinnlich.

Der Abschluss fand in der Lamberikirche statt.

Es war ein gutes Zeichen der Ökumene, das die vielen Gemeinsamkeiten der Konfessionen herausstellt.

Text und Fotos: Markus Husen

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