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Pfingstgruß aus dem Pfarrhaus

Liebe Mitglieder der Pfarreiengemeinschaft Neuauwiewitt. Ich sende Ihnen aus dem Pfarrhaus einen herzlichen Pfingstgruß!
Ich wünsche Ihnen frohe geistreiche Tage im Kreise lieber Menschen.

Am Pfingstfest hören wir in den biblischen Lesungen zwei Berichte von der Geistsendung. Die kraftvollen Bilder vom Kommen des Geistes wie ein Sturm, der das Haus erfüllt, von den Feuerzungen, die sich auf jedem niederließen, von der Sprache, die alle verstehen, diese Bilder haben sich bei vielen von uns tief eingeprägt.

Beim Evangelisten Johannes ist die Geistsendung weniger spektakulär., sehr zurückhaltend. Jesus haucht seine Jünger an und spricht: „Empfangt den Heiligen Geist.“ In der Folge bringt dieser Geist den Beschenkten neues Leben, schafft Klarheit, schenkt Freude, gibt dem Leben wieder eine Ausrichtung, einen Sinn, öffnet Horizonte und verbreitet sich rasch.

Ich meine, dass wir das stille Wirken des Hl. Geistes in diesen Coronazeiten vielfältig erleben können durch Menschen, die Kontakt halten durch Anrufe, Mails oder Briefe, die Besorgungen machen, einen  Gruß über den Gartenzaun oder von Balkon zu Balkon schicken oder fragen „ kann ich Ihnen irgendwie helfen“.  So dürfen wir bei aller Problematik auch sehr dankbar sein für diese Menschen, die mit der Kraft des Hl. Geistes dem Virus die Stirn bieten und für das Leben eintreten..

Diese Geistsendung wollen wir in den Gottesdiensten am Pfingstfest feiern. Ich freue mich darauf. Da sich auch Familien angemeldet haben, deren Mitglieder untereinander  ja nicht an die Abstandsregelung gebunden sind, können wir die Kirche bei Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregelungen recht gut füllen.

Ein Text von Karl Rahner kann uns vielleicht durch diese Tage begleiten:

„Ich glaube an den Heiligen Geist,
dass er meine Vorurteile abbauen kann,
dass er meine Gewohnheiten ändern kann,
dass er meine Gleichgültigkeit überwinden kann,
dass er mir Phantasie zur Liebe geben kann,
dass er mir Warnung vor dem Bösen geben kann,
dass er mir Mut für das Gute geben kann,
dass er meine Traurigkeit besiegen kann,
dass er mir Minderwertigkeitsgefühle nehmen kann,
dass er mir Kraft in meinem Leiden geben kann,
dass er mir einen Bruder, eine Schwester zur Seite geben kann,
dass er mein Wesen durchdringen kann.“

Ein frohes gesegnetes Pfingstfest wünscht

Euer/ Ihr

Johannes Ehrenbrink, Pfr.