Wittmunder Erstkommunionkinder am Marinestützpunkt WHV

Christliches Handeln ist nichts Weltfremdes oder besonders Frommes. Es ist sogar Bestandteil vieler Berufe. Das gilt auch für viele Aufgaben des Ma-rinestützpunktes in Wilhelmshaven. Besonders deutlich wird es bei der Feuerwehr.

Die vor Ort ansässige Militärseelsorge gestaltete für die elf Wittmunder Kinder einen spannenden und interessanten Tag. Er begann mit einer Führung durch die Fahrzeughallen und die Leitstelle der Bundesfeuerwehr. Sie ist im Gegensatz zur Wilhelmshavener Berufsfeuerwehr besonders für militärische Einsätze geschult. Dazu gehören unter anderem Schiffsbrände oder auch Schadstoffbekämpfungen auf hoher See.

Scheren und Spreizer gehören genau so selbstverständlich zur Ausrüstung, wie meterlange Schläuche und hunterte Liter Wasser.

Mit sehr viel Engagement wurden die Löschfahrzeuge, der Leiterwagen und Boote mit ihrem unterschiedlichen Ausrüstungsgegenständen vorgeführt.

Die Kinder durften sich neugierig in die Fahrzeuge setzen, die Schutzbekleidung selbst ausprobieren und den Feuerwehrmännern Löcher in den Bauch fragen.

Zu einigen Fragen führte diese Suppenkelle. Sie gehört nicht zur mobilen Gulaschkanone, sondern ist zum Abschöpfen möglicher Gefahrenstoffe da.

Anschließend ging es in die zentrale Leitstelle, in der alle Einsatzmeldungen zusammenlaufen. Und plötzlich ging es los. Ein Signal ertönte in der ganzen Wache und eine Männerstimme schilderte mehrfach kurz und knapp eine Brandmeldung mit einem Vermissten. Plötzlich rannten die beiden Feuerwehrmänner, die die Gruppe gerade noch durch die Räumlichkeiten führten, zusammen mit anderen Kollegen auch zu ihren Spinden, sprangen in ihre Schutzbekleidungen und fuhren etwa 2 Minuten später mit mehreren Einsatzfahrzeugen davon. Die Kinder schauten sich mit großen Augen irritiert um und wurden zusammen mit den Erwachsenen nach draußen gebracht. Eindrücklicher hätte die konkrete Arbeit der Männer nicht präsentiert werden können. Glücklicherweise stellte sich im Anschluss heraus, dass es ein unangekündigter Übungseinsatz war.

Nach diesem kleinen Schreck ging es an den Hafen. Staunend standen die Erstkommunionkinder vor den großen Fregatten und den noch größeren Versorgungsschiffen.

Mächtig Eindruck machten die großen Schiffe, die im Grunde alles bieten, was bei Einsätzen von etwa sechs Montaten benötigt wird. Sogar ein Hubschrauber-Landeplatz ist vorhanden.

Auch die Soldaten, die speziell für den Einsatz auf hoher See ausgebildet sind, leben in ihrem Beruf das Christsein. Besonders in den letzten Jahren wurden immer wieder Einsätze zur humanitären Hilfe im Mittelmeer gefahren. Flüchtlinge, die sich unter widrigsten Umständen auf eine gefährliche Reise nach Europa machten, wurden mit den Marineschiffen gerettet, mit allem versorgt, was sie brauchten und ans sichere Ufer gebracht.

Anschließend wurde die Gruppe in die kleine Kapelle und den Besprechungsraum der Militärseelsorge eingeladen. Militärpfarrer Elola und Pfarrhelferin Vogel feierten mit den Kindern und einigen Eltern zusammen einen kleinen kindgerechten Gottesdienst mit vielen Liedern. Zum krönenden Abschluss bot Frau Vogel Spaghetti mit Heißwürstchen an.

Nach so einem erlebnisreichen Tag, war der Hunger natürlcih groß.

Es war ein wirklich beeindruckender Tag, von dem die Kinder nicht nur auf der Rückfahrt viel erzählten.

Text: Markus Husen
Fotos: Arne Büllmann, Franziska Angele und Markus Husen

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