Hinschauen verändert alles!
Moin zusammen!
In der Bibelgeschichte, die wir an diesem Sonntag hören – Lukas 10,25-37 – erzählt Jesus von einem Mann, der auf dem Weg von Jerusalem nach Jericho von Räubern überfallen wird. Sie schlagen ihn zusammen, rauben ihn aus und lassen ihn halbtot am Straßenrand liegen. Zuerst kommt ein Priester vorbei, dann ein Levit – beide gehen weiter, ohne zu helfen. Und dann – ausgerechnet ein Samariter, jemand, der in den Augen vieler damals als Außenseiter galt, als einer, mit dem man nichts zu tun haben will – bleibt stehen. Er kümmert sich und hilft. Einfach so.
Was diese Geschichte so besonders macht, ist dieser eine Moment: Da liegt jemand am Boden und jemand sieht hin. Wirklich und sieht den Menschen. Nicht als Problem, nicht als Risiko, nicht als jemand, der womöglich selbst schuld ist. Sondern als Mensch. Und das verändert alles.
Vielleicht ist das schon der erste Gedanke für diesen Sonntag: Man muss nicht Heldin, Engel oder Spezialist für Nächstenliebe sein. Es reicht kurz hinzusehen. Wach zu sein für andere – für das, was da gerade passiert. Im Treppenhaus, in der Bahn, auf der Arbeit, in der Familie. Es gibt sie, diese kleinen Momente am Straßenrand. Und sie sind wichtig.
Der zweite Gedanke: Hilfe kommt manchmal von denen wir sie am wenigsten erwarten. Und anders als erwartet.
Und vielleicht sind wir auch selbst manchmal genau diejenigen, die helfen – ohne es zu merken.
Einen wunderschönen Sonntag wünscht Kerstin










