2019-01-26 | 80 Jahre – hoch lebe Sr. Franziska

„Traritrara!“, ruft die Turmflüsterin, dass man’s bis Berlin-Tempelhof in die Wüsthoferstraße 15 hört. Denn dort feiert heute, Samstag, unsere Schwester M. Franziska ihren 80. Geburtstag.

Ihr zu Ehren gibt es im zwölfköpfigen „Alten-Schwesternkonvent“ zur Abwechslung mal keinen Samstags-Eintopf aus der schonkostverdächtigen Krankenhausküche: Schwester Oberin hat in einer Tempelhofer Fleischerei Klopse geordert. Dazu werden Salzkartoffeln und Gemüse gereicht, gefolgt von Pudding mit Vanillesauce. Franziska freut sich drauf und sagt: „Ich glaube, es gibt Schoko-Pudding.“

Schwester M. Franziska.

Der Tag wird ein Höhepunkt im Alltag der Schwester, der an jedem Morgen um 7.30 Uhr mit einer Heiligen Messe beginnt. Manchmal trägt Franziska beim Opfergang in einer Schale die unkonsekrierten Hostien zum Altar. Wenn sie sie an den emeritierten Pfarrer weiterreicht, verbeugt sie sich und sagt vernehmlich: „Bitteschön.“

Darüber freut sich der Geistliche so sehr, dass er mit einem nicht minder vernehmlichen „Dankesehr“ antwortet und gestern in der Messe erwähnte, wie sehr er diese kleine Geste der Freundlichkeit von Franziska schätzt.

Gesundheitlich geht es ihr gut. „Und ich habe mich gut eingelebt“, sagt sie. Alle siezen sich (anders als in Aurich) und gehen dabei freundlich miteinander um. Franziska freut sich an ihrem schönen Zimmer mit eigener Dusche und eigener Toilette und leistet im Haus größere und kleinere Dienste. So deckt sie abends den Tisch für den nächsten Morgen.

Am liebsten handarbeitet sie noch immer Babysöckchen. Ganz frisch hat ihr eine Dame aus der St.-Joseph-Gemeinde Neustadtgödens ein Paket voll schöner Wolle geschickt. Die wird umgehend verstrickt.

Franziska weiß auch schon, wie die Füßlinge von Tempelhof nach Aurich kommen. Sie bringt sie selbst, denn im Mai geht sie mit den Neuauwiewittern auf Gemeindefahrt – ganz wie in alten Zeiten. „Ich liefere die Söckchen persönlich bei euch ab.“

Ganz herzlich grüßt sie alle Mitglieder der Pfarreiengemeinschaft und sagt: „Montags ist immer Aussetzung. Da sind alle, alle, die ich kenne, in meinem Gebet.“

Liebe Franziska, lass dich an deinem Ehrentag tüchtig feiern, wünscht herzlich die

Turmflüsterin

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