28.11.25 | Sonntagsgruß von Kerstin
In der letzten Woche bekam ich einen Text einer lieben Freundin, Ruth Fehlker, in die Hände, den sie bei Facebook veröffentlicht hat.
Den Text möchte ich heute gerne mit Euch und Ihnen teilen. Mit dem beginnenden Advent machen wir uns wieder neu auf den Weg. Vielleicht kann dieser Text zu einer adventlichen Haltung inspirieren.
Euch und Ihnen allen eine gute Adventszeit!
Herzlichst, Kerstin Kröger
»*Freund*innen des Weges*
Ich fange gerade ziemlich viele neue Sachen an. Bin an Orten, die ich nicht kenne, lerne neue Menschen kennen, bewege mich in fremden Strukturen und mache Dinge, die ich vorher noch nie getan habe. Und das ist schön – aber ehrlich gesagt, dieses Anfängerin-Sein kann ich nicht besonders gut. Ich wäre lieber schon fertig, oder hätte zumindest gern ein eindeutiges Ziel vor Augen. Aber so funktioniert es nun mal nicht – in diesem Leben nicht und im Glauben auch nicht.
Und dann erzählt mir jemand: die frühen Christ*innen wurden auch „Freunde des Weges“ genannt. Und ich mag diesen Gedanken total gerne: er erzählt, Glauben ist kein Besitz und keine fertige Wahrheit, und unser Leben ist es auch nicht. Wir dürfen unfertig sein und unterwegs, suchend, tastend, irrend oder mutig voraus.
Manche Wege gehen wir gemeinsam, andere allein. Manche sind Sackgassen und manche erkennen wir erst, wenn wir längst losgegangen sind.
Gemeinsam haben sie aber: Gott geht mit. In dieser Welt, die sich verändert haben wir nicht die Unveränderlichkeit gepachtet, sondern den Wandel: in ihm sind wir zuhause (wir müssen uns nur ab und zu daran erinnern).
Deswegen mach ich das heute, für mich selbst und für dich: du musst nicht fertig sein. Es muss nicht alles klar sein. Du darfst gehen und Gott geht mit.
Unterwegs begegnen und begleiten wir einander.
Wir sind Freund*innen des Weges.«










