Hilfstransport nach Litauen ist unterwegs

Die letzten persönlichen Kontakte mit den Freunden aus Litauen sind nun bereits mehr als zwei Jahre her. Zwischenzeitlich gab es Hoffnung auf  einen Hilfstransport und Besuche in Litauen und NeuAuWieWitt.

Diese Hoffnung rückt zurzeit wieder in weite Ferne. Daher ist es um so erfreulicher, dass sich Mailkontakte zu Birute, der Ansprechpartnerin in Litauen, zu spontanen Aktionen entwickeln.

In verschieden Mails zu Weihnachten bot Birute ihre Unterstützung an. Dann schrieb sie in der letzten Woche: “Ich habe mit einer bekannten Spedition gesprochen. Diese würde gerne den Transport zu günstigen Konditionen übernehmen. Es ist eine sehr zuverlässige Firma, die wir kennen.“

Nach kurzem Mailverkehr stand am Dienstag fest, dass die Spedition bereits am Samstag kommt. Zum Überlegen bestand also keine Zeit. Einige WhatsApp-Nachrichten und eine Mail später waren ausreichend Helfer gefunden. Um 9.30 Uhr wartete Philip, der LKW-Fahrer der Spedition, bereits mit vor dem Kasernentor. Pünktlich trafen auch Didi mit seinem Gabelstapler und alle anderen Helfer und Helferinnen ein.

Überraschenden Besuch gab es auch: Pfr. Andreas Robben machte sich ein persönliches Bild über die Litauenaktion und die bunt gemischte Helferschaft.

Nach kurzer Einteilung wurden Pflegebetten und Nachtschränke für die Malteser in Alytus sowie für das Hospiz von Jonas verladen.

Ebenso wurden Kinderkleidung und Spielsachen für die Caritas in Alytus und die Gemeinde von Pfr. Valdas verstaut. Rollstühle, Toilettenstühle, Hygienematerial sind für die Seniorenarbeit der Malteser um Ona in Alytus bestimmt.

Staplerfahrer Didi war beim Beladen des 40-Tonners Gold wert.

Auch Tische und Stühle für das Gemeindehaus St. Kasimir in Alytus konnten untergebracht werden. Das VOST – Lager ist zudem größtenteils geräumt und die übrigen Materialien können nun in der Kaserne untergebracht werden. Mit Hilfe des Gabelstaplers ging das Verladen zügig. Knapp zehn Helfer erhöhten das Tempo zudem. Nach nur zwei Stunden war der LKW, bis auf einige Lücken, gefüllt, welche mit Staplerhilfe schnell geschlossen werden konnten.

Frühstückspause, es scheint allen zu schmecken!

Die verdiente Frühstückspause wurde dann auch entsprechend genossen. Wärmender Kaffee tat gut und einige Sprüche von Didi und Onno sorgten für allgemeine Erheiterung.

Nicht nur der Stapler erleichterte die Arbeit massiv. Auch kräftige Jugendliche sorgten dafür, dass jede Ecke und jeder Winkel des Aufliegers genutzt werden konnten.

Nach dem Stopfen der „Löcher“ wurde Philip nach Litauen verabschiedet. Auf ihn wartet aber zunächst ein längerer Aufenthalt in Deutschland, da er seine Pausenzeiten einhalten muss. Am Montag kann er seine Fahrt fortsetzen. Von Birute werden wir sicher Informationen zu seiner Ankunft erhalten.

Eine Frage tauchte am Samstag öfter auf: „Fahren wir denn dieses Jahr nach Litauen?“  Antwort: „Das hängt von der allgemeinen Corona Lage ab.“ Es wurde vorgeschlagen, zunächst mit einer kleinen Gruppe unsere Freunde in Litauen zu besuchen. Aber ob das gelingen kann? Vielleicht ist die Situation in einigen Monaten eine andere. Erst dann können weitere Überlegungen dazu angestellt werden.

Text: Alfred Dellwisch
Fotos: Alfred Dellwisch und Markus Husen

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