Sternsinger in Neuauwiewitt unterwegs

Wer kennt sie nicht? Wie Superhelden muten sie an, wenn sie in ihren prächtigen Gewändern durch die Straßen der Pfarreiengemeinschaft NeuAuWieWitt ziehen. Gemeint sind natürlich unsere Sternsinger.

Am vergangenen Wochenende haben sie sich wieder auf den Weg gemacht, um den Segen in die Häuser der Menschen zu bringen. So ist ab sofort auch in unserer Region die mystisch anmutende Zahlen- und Buchstabenkombination 20*C+M+B+20 an so einigen ostfriesischen Haustüren zu lesen. Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus – heißt dieser Spruch übersetzt: auch im ersten Jahr des neuen Jahrzehntes! Unsere Sternsinger trugen aber nicht nur den Segen in die vielen Häuser. Mit der Sternsingeraktion wurden sie auch selber zum Segen für andere Kinder in Not.

In diesem Jahr sammelten die Sternsinger unter dem Motto „Frieden im Libanon – und weltweit“ besonders für Kinder im Libanon.

Mit den gesammelten Spenden werden dort u.a. zwei Projekte finanziert. Die Organisation Adyan setzt sich für die interreligiöse Verständigung in dem religiös pluralen Land ein, in dem in der Vergangenheit ein Bürgerkrieg gewütet hat, der auch Christen und Moslems gegeneinander aufbrachte. Die Caritas engagiert sich v.a. im Osten des Landes für die vielen Flüchtlinge, die vor dem Bürgerkrieg im Nachbarland Syrien flüchten mussten und im Libanon Zuflucht gesucht haben.

In Wittmund haben sich am vergangenen Samstag insgesamt 12 Sternsinger und vier Kamele auf den Weg gemacht, um knapp 100 Haushalte zu besuchen.

Nach einem kurzen Aussendungsgottesdienst ging es auch schon zum ersten Haus: dem Pfarrhaus von Pastor Carl B. Hack.

Im Anschluss an die bestandene Generalprobe verstreuten sich die Gruppen dann in der ganzen Stadt. Mit voll bepackten Spendendosen und reich gefüllten Beuteln voller Süßigkeiten kamen sie am Mittag wieder zurück, um gemeinsam zu Essen. Am Sonntag folgte dann ein Dankgottesdienst im Familiengottesdienst, bei dem alle Sternsinger noch einmal – wie wahre Superhelden – in voller Montur aufliefen. Kein Wunder, dass der Gottesdienst dann unter genau diesem Motto – Superhelden – stand! Insgesamt kamen allein am Samstag bei der Aktion in Wittmund 1850,82€ zusammen und noch immer gehen Spenden im Pfarrbüro ein!

Auch in Wiesmoor waren die Sternsinger unterwegs. Am Sonntag haben sich 18 Kinder und 5 Fahrer auf den Weg gemacht den Segen in die Häuser zu bringen. Insgesamt haben die Sternsinger ca. 170 Haushalte besucht und wurden überall herzlich und freudig empfangen.

Die Botschaft eines friedvollen Miteinanders, so wie es auch die Krippe exemplarisch darstellt, war die zentrale Botschaft im Aussendungsgottesdienst. Und das war es auch was die Sternsinger in die Häuser getragen haben.

Diese Botschaft des Friedens zu allen Menschen und den Segen Gottes, der sie immer wieder daran erinnert: Wo dieser Segen an der Tür steht, gibt es keine Feinde, hier sind alle eingeladen. Am 19. Januar sind in Wiesmoor noch einmal die Sternsinger unterwegs und besuchen dann die Senioreneinrichtungen in der Stadt. Am Sonntag sind in Wiesmoor bereits 2740 € zusammengekommen.

In Aurich verlief die Aktion ähnlich erfolgreich.

Nach der Familienmesse am Sonntag schwärmten 27 Sternsinger und 10 Betreuer in etwa 110 Haushalte auf.

Nach der für alle Beteiligten erfolgreichen Aktion wurden im Bonihaus die Süßigkeitenmassen aufgeteilt, das Geld gezählt und Nuddeln mit Bolognese verputzt. Der Auricher Spendenstand liegt bei gut 2400 €. Am kommenden Samstag werden die Stationen des Auricher Krankenhauses besucht.

In Neustadtgödens wurden die Sternsinger bereits am Samstag, den 4. Januar in einem ökumenischen Gottesdienst mit  Pastorin Kerstin Tiemann und Johannes Ehrenbrink gesegnet und ausgesandt.Traditionell gibt es für alle Aktiven anschließend ein gemeinsames Abendessen. „Wir sind nun schon seit acht Jahren Sternsinger,“ erzählten drei Jugendliche voller Stolz.

Die tolle Atmosphäre, die gegenseitige Akzeptanz und Wertschätzung lassen diese ökumenische Sternsingeraktion in den Gemeinden Friedeburg, Horsten und Neustadtgödens ein Beispiel echter Ökumene sein.

Text: Natalia Löster, Daniel Gauda, Markus Husen, Maria Döldissen.
Fotos: Natalia Löster, Daniel Gauda, Simon Riemann, Claudia Koers, Maria Döldissen.

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